Sonntag, 25. August 2019
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Frühzeitig erkennen und behandeln

Senioren leiden öfter unter Pilzinfektionen im Mundraum

Mund offenEin Pilzbefall im Mundraum, sogenannter Mundsoor, ist nicht nur unangenehm. Er kann sich bei zu später Behandlung ausbreiten und als hartnäckig erweisen. Zu den meist Betroffenen gehören Diabetiker, Krebspatienten und ältere Menschen. Es gibt mehrere Ursachen für diese Erkrankung. Der HNO-Arzt Dr. Wolfgang Hornberger erklärt, wie man einen Pilzbefall erkennt und therapiert.

"Ursachen für die entzündete Mundschleimhaut können beispielsweise eine längere Antibiotika‐Einnahme oder ein geschwächtes Immunsystem sein, weswegen gerade ältere Menschen sowie Krebs‐ und HIV‐Patienten öfter betroffen sind", erklärt Dr. Wolfgang Hornberger vom Deutschen Berufsverband der Hals‐Nasen‐Ohrenärzte.  Mundtrockenheit ist ein weiterer Risikofaktor für eine Pilzinfektion. Sie tritt häufig im Rahmen einer Zuckerkrankheit auf, deshalb sind auch Diabetes‐Patienten besonders gefährdet. Bei Säuglingen ist diese Pilzerkrankung ebenfalls nicht selten, da bei ihnen die Besiedelung der Mundschleimhaut mit gesunden Keimen noch nicht gut ausgebildet ist.

Wie man Pilzbefall im Mund erkennt

Bemerken Betroffene auf der Zunge und/oder auf der Wangen‐Innenseite eine starke Rötung mit weißen Flecken, so handelt es sich meist um eine Pilzinfektion durch den Hefepilz Candida albicans. "Der Belag lässt sich schwer abwischen, darunter befinden sich zum Teil blutige Hautstellen. In schweren Fällen kann der Befall bis in die Speiseröhre reichen. Begleitend treten oft ein Brennen im Mundraum, ein unangenehmer Geschmack und Schluckbeschwerden auf", erläutert der niedergelassene HNO‐Arzt aus dem saarländischen Sulzbach.

Die richtige Behandlung von Pilzinfektionen im Mundraum

Bei einem Verdacht sollten Betroffene zum HNO‐Arzt gehen, um die Infektion rasch zu behandeln. Pilzabtötende Medikamente, sogenannte Antimykotika in Form einer Tinktur oder Gurgel‐Lösung, helfen in der Regel, den Belag innerhalb von etwa acht bis zehn Tagen wieder zu beseitigen. Vor einer Selbstbehandlung wie Gurgeln mit Kamillen‐Lösung warnt Dr. Hornberger: "Die Pflanze mit eigentlich entzündungshemmender Wirkung trocknet die Mundschleimhaut weiter aus und fördert damit den Mundsoor. Eine Pilzinfektion im Mund‐ und Rachenraum bedarf der fachgerechten Behandlung, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern".



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus -
- Quelle: hno-aerzte-im-netz

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