Sonntag, 19. November 2017
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Verhaltenstipps

So mindern Sie Beschwerden bei Wetterfühligkeit

WolkenhimmelGrößere Temperatur- oder Luftfeuchteschwankungen können das Wohlbefinden wetterfühliger Menschen erheblich beeinträchtigen. Ein regelmäßiger Tagesablauf und stetiges Training des Herz-Kreislauf-Systems an der frischen Luft können helfen, die Beschwerden bei einem Wetterumschwung zu verringern. Das rät der Berufsverband Deutscher Internisten.

Hilfreich: Bewegung und ein regelmäßiger Tagesrythmus

"Personen, die auf schnelle Wetteränderungen mit Kopfschmerzen oder starker Müdigkeit reagieren, sollten sich möglichst bei jedem Wetter über die Woche verteilt etwa 3 Stunden an der frischen Luft sportlich betätigen. Gut geeignet sind dabei wandern, joggen, Fahrrad fahren oder spazieren gehen", empfiehlt Dr. Wolfgang Wesiack, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Internisten

Dem Körper machen schnelle Wechsel von Temperatur und Luftfeuchtigkeit am meisten zu schaffen. Um die Körpertemperatur konstant zu halten, verändern sich beispielsweise der Blutdruck, der Pulsschlag und der Durchmesser der Blutgefäße. "Diese Thermoregulation lässt sich trainieren, indem man die Bekleidung so wählt, dass man sich leicht kühl fühlt, aber nicht friert. Kneippsche Anwendungen verstärken diesen positiven Effekt", rät der Internist.

Rhythmisierte Lebensabläufe helfen ebenfalls, die Wetterfühligkeit zu verringern. So wird über das Tageslicht die Ausschüttung wichtiger Hormone gesteuert. "Regelmäßiger Schlaf ist daher besonders wichtig, am besten sind 7 bis 8 Stunden Schlaf ab etwa 23 Uhr. Vor dem Schlafengehen sollte der Körper zudem nicht aufgeheizt sein, das heißt, man sollte nicht zu spät am Abend baden oder in die Sauna gehen", empfiehlt der Mediziner. Einen positiven Effekt haben auch regelmäßige gesunde Mahlzeiten, am besten zur jeweils gleichen Zeit sowie ein etwa 30-minütiger Mittagsschlaf.

Sinnvolles Verhalten bei Herz- und Rheumaerkrankungen

Bei Menschen mit einer Vorerkrankung können bestimmte Wetterlagen die Symptome verstärken. Gefährlich können Wetterwechsel für Herzpatienten sein. Bei einer raschen Absenkung der Temperatur steigt die Gefahr für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Menschen mit einer Herzerkrankung sollten sich deshalb bei schnell sinkenden Temperaturen in warme, beheizte Räume zurückziehen.

Zur Wetterfühligkeit bei Rheuma erklärt Dr. Wesiack: "Bei an Rheuma Erkrankten verstärken Kälte und Feuchtigkeit die Symptome, auch wenn der Krankheitsverlauf nicht beeinflusst wird. In einigen Fällen kann daher ein Aufenthalt in wärmeren Klimazonen sinnvoll sein."



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de
- Quelle: internisten-im-netz.de

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