Montag, 21. April 2014
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Entdeckt von Club50plus-Mitglied "Bambini"

Eine tierische Liebesgeschiche: "Als Moppel-Mops in mein Leben trat!"

Hund MoppelMit Genehmigung der Autorin Tina Gwildies und entnommen aus der Tierschutz-Zeitung des Tierrettungsdienstes Freiburg, stelle ich den Mitgliedern und Freunden der serviceseiten50plus.de hier die wahre Geschichte von Moppel-Mops vor:


... Im Februar 2007 fragten unsere italienischen Tierfreunde wieder nach, ob wir für vier Hunde Platz hätten und ein neues Zuhause suchen könnten. Wir sagten gerne zu und warteten am Sonntagnachmittag auf ihre Ankunft. Die Wiedersehensfreude war groß, herzlich berichteten unsere italienischen Tierfreunde von dem Schicksal der vier Hunde. Wir ließen sie zuerst in einen kleinen Auslauf, um sich nach der langen Fahrt zu lösen, herumzutoben und die neue Umgebung wahrzunehmen. Im Auto warteten noch weitere Hunde, die in ein anderes Tierheim gebracht werden sollten und wir ließen auch diese sich kurz die Pfoten vertreten.
Plötzlich wackelte ein schwer schnaufendes rundliches Etwas zwischen meinen Füßen hin und her ... Ein Mops, neun Jahre alt, mit zwei kaputten Knien, Atemproblemen und nur einem Auge! Eigentlich sollte er ja weiter mitfahren in das nächste Tierheim, doch er wich mir nicht mehr von der Seite. Unsere italienischen Freunde meinten glücklich, Moppel hätte ja bereits seinen Platz gefunden und so kam ich völlig unerwartet zu einem Hund. Von nun an hatte ich einen treuen Begleiter. Moppel-Mops hing so sehr an mir, dass er mir - wenn seine kaputten Knie zu schwach waren -  selbst auf seinem Po hinterher rutschte, um in meiner Nähe zu sein.

Erschreckend waren seine Atemprobleme. Immer wieder rang er nach Luft und ich versuchte, ihn zu beruhigen. Doch dies war kein Zustand auf Dauer. Die Vorstellung, er habe immer das Gefühl zu ersticken, war unerträglich. Bei der ärztlichen Untersuchung in unserer Tierklinik stellte man fest, Moppel hatte zu lange Gaumensegel, was ihm immer wieder die Luft nahm. Seine Kniescheiben sprangen sehr oft aus dem Gelenk, was für Schmerzen und Probleme beim Gehen sorgte. Eine Operation könnte seine Leiden lindern. Ich entschloss mich, Moppel-Mops - trotz des Risikos in seinem Alter - operieren zu lassen.

Hund Moppel mit geschientem BeinAls er nach der ersten Operation, in der ein Knie und die Atemwege gerichtet wurden, aus der Narkose aufwachte und mich mit seinem großen Auge anblickte, war ich überglücklich. Er konnte ganz ruhig atmen! Allein das Gefühl, ihm nach neun Jahren Atemnot freies Atmen ermöglich zu haben, war wundervoll! Jetzt durfte er sein operiertes Knie mindestens zwei Wochen nicht belasten. Da Moppel-Mops aber nicht gerne ohne mich war, ich jedoch nicht ständig zehn Kilo Moppel mit mir tragen konnte, wurde kurzerhand ein alter Puppenwagen zum Mopsimobil umfunktioniert. So war Moppel zufrieden, da er immer in meiner Nähe sein konnte, und ich konnte besser schieben als tragen.

Nach mehreren Wochen Muskelaufbautraining wurde das zweite Bein operiert. Nach der Rehabilitation konnte Moppel-Mops so gut wie noch nie laufen! Treppen haben ich ihn nach wie vor getragen, und ich glaube, das hat er auch ganz schön genossen. Nachts klang sein Schnarchen durch die ganze Wohnung. Selbst bei der Katzenaufzucht unterstützte er mich tatkräftig und behütete die Kleinen liebevoll. Nie habe ich so eine Hundeliebe erlebt, Moppel-Mops zeigte mir seine Zuneigung in jeder Sekunde! Er ließ mich nie aus dem Auge und wachte liebevoll über mich. Auch, als sich nach und nach herausstellte, dass er nichts mehr hörte, tat dies seiner Liebe keinen Abbruch - er hatte mich immer im Auge!

Der blinde Moppel Völlig unerwartet jedoch erkrankte sein Auge vor drei Wochen schwer und trotz intensiver Behandlung konnte man es nicht mehr retten. Nun war er isoliert in Dunkelheit und Stille. So konnte ich mit ihm nur noch seinen letzten Weg gehen. Ich hielt ihn bis zuletzt in meinen Armen und im Moment des Abschieds zerriss es mir fast das Herz. Ich hatte das Gefühl, ein Teil von mir ging mit Moppel-Mops.

Mit diesen Zeilen wollte ich Ihnen berichten, wie schön es sein kann, einem alten Tier noch einen schönen Lebensabend zu bereiten. Wie viel  man zurück bekommt und was für eine Bereicherung diese Erfahrung ist.  Und ich hoffe von Herzen, dass es den einen oder anderen Tierfreund dazu bewegt, einem Senior eine Chance zu geben. Ich würde es immer wieder tun! Die Zeit mit Moppel-Mops ist mir nach dem Schmerz des Verlustes so gegenwärtig und er wird immer bei mir sein.


© Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Autorin Tina Gwildies


Die serviceseiten50plus-Redaktion dankt unserem Club50plus-Mitglied "Bambini" ganz herzlich für diesen schönen Beitrag!


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