Freitag, 14. Dezember 2018
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Interview mit Problemhunde-Trainer Detlev Schönfelder

Hunde-Erziehung: Der "Chef" ist immer der Mensch

Hunde-Trainer Detlef SchönfelderDer Hund zieht an der Leine, kaut alles an, ist ängstlich und hört nicht, wenn er gerufen wird, knurrt Briefträger und Kinder an oder hat sogar schon mal zugebissen. Probleme, die viele Hundebesitzer nur allzu gut kennen. Aber was ist zu tun, damit der Hund ein guter Gefährte wird?

Die serviceseiten50plus-Redaktion fragte den Problemhunde-Trainer Detlev Schönfelder. Mit seiner mobilen "Tophundeschule" ist der 56-jährige Hundecoach bundesweit in Sachen professionelles Training "für Hund und Mensch" unterwegs.

Herr Schönfelder, was ist eigentlich die Basis für die "Arbeit“ mit einem Hund?

Zunächst einmal in jedem Fall eine gemeinsame Sprache. Die besteht aber nicht nur aus Worten, sondern auch aus der Körperhaltung und der Gestik, in der ich mit dem Hund umgehe. Viele Hundebesitzer haben leider nie gelernt, wirklich "Kontakt" mit ihrem Vierbeiner aufzunehmen. Wenn Herrchen oder Frauchen erst einmal verstehen, was in ihren Lieblingen vorgeht, ist eine individuelle Lösung meist nicht mehr weit.

Was ist das größte Problem der meisten Hundebesitzer?

In den meisten Fällen ist die Rangordnung innerhalb der Familie nicht eindeutig geklärt. Nicht der Hund ist nämlich der "Chef", sondern der Mensch - das sehen viele Hunde leider anders! Sie gehen zum Beispiel mit ihren Besitzern spazieren - nicht umgekehrt. Das haben wir doch alle schon oft schmunzelnd beobachtet … Es liegt also ein Dominanzproblem vor, das durch ein individuelles Training behoben werden kann.

Welche Empfehlung geben Sie Menschen, die sich mit einem "Hundeproblem" herumschlagen?

Bevor Hundebesitzer verzweifeln und sich weder Hund noch Mensch miteinander wohlfühlen, kann ich nur empfehlen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es gibt überall Hundeschulen, in denen mehrwöchige Kurse durchlaufen werden. Dort wird allerdings häufig nicht auf individuelle Probleme eingegangen, die einzelne Hunde oder deren Besitzer haben. In solchen Fällen kann ein individuelles, völlig gewaltfreies Training zu Hause Abhilfe schaffen. Während eines zwei- bis dreistündigen Hausbesuchs werden dann die Grundlagen für ein besseres Miteinander von Mensch und Hund gelegt.

Müssen wir uns vorstellen, dass dann alles sofort wunderbar klappt?
Ein Hund ist keine Maschine - Sie können nicht einfach auf einen Knopf drücken und alles ist gut! Das vermittelte Training muss konsequent jeden Tag mit dem Hund umgesetzt werden. Hier sind also Frauchen und Herrchen gefordert, miteinander zu lernen und zu arbeiten.

… ein einmaliger Besuch reicht aus?
Normalerweise ist nach einem Termin und eventuell einigen Telefonaten das Verhältnis von Mensch und Hund deutlich entspannter. Bei ganz schwierigen Fällen ist auch mal ein zweiter Termin nötig. Das ist aber eher selten.

Herr Schönfelder, herzlichen Dank für das Gespräch!


Weitere Informationen zu Detlev Schönfelder
Wenn Sie mehr über die Hundetrainings von Detlev Schönfelder erfahren möchten:
Hier geht es zu seiner Internetseite www.tophundeschule.de ...




- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -

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