Mittwoch, 21. November 2018
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Die Tophundeschule informiert:

In jedem Alter fit und schlank mit Hund

Frauchen mit Hund beim LaufenDer Sommer ist die ideale Zeit, um sich fit und schlank zu halten - oder es noch zu werden. Neben ausgewogener, leichter Ernährung ist vor allem ein gesundes Maß an sportiver Bewegung dafür wichtig. Wer erst einmal den inneren Schweinehund überwinden muss, dem hilft ein "richtiger Hund". Mit diesem idealen Fitness-Partner macht Bewegung gleich viel mehr Spaß.

Die Trainer der bundesweit tätigen Tophundeschule geben einige Tipps zum Laufen, Walken und Radfahren mit Hund.

Vorher ein kleiner Check beim Doktor

Wie beim Menschen, gilt auch für den Vierbeiner: Sportliche Übungen setzen eine gewisses Mindestmaß an körperlicher Gesundheit und Bewegungsvermögen voraus. Deshalb sollte man sowohl das allgemeine Fitnessniveau seines Hundes als auch dessen Alter und die Rasse berücksichtigen. Ein Besuch beim Arzt und Tiermediziner ist deshalb für Mensch und Tier zu empfehlen, bevor der Sport in Angriff genommen wird. Beide sollten auf ihre sportlichen Belastungsfähigkeit untersucht werden. So, wie ein Arzt seinem Patienten rät, wie lange und bei welchem Puls er trainieren kann, weiß auch der Veterinär, wie lange der Hund am Stück laufen darf, ohne sich zu überanstrengen.

Wenn dann das Mensch-Hund-Trainingsprogramm startet, ist es ganz wichtig, das Pensum nur langsam erhöhen. Rasen Sie also nicht gleich mit vollem Tempo los, sondern steigern Sie täglich Geschwindigkeit und Dauer, aber langsam. Denken Sie bitte auch daran, regelmäßig Pausen einzulegen, sowohl für sich selbst als auch für Ihren Hund.

Dogging - gesunder Freizeitspaß für Mensch mit Hund

Hoch im Kurs steht bei Hundebesitzern das sogenannte Dogging. Der Begriff setzt sich aus dem englischen Begriff Dog (Hund) und Jogging (Laufen) zusammen. Weil Frauchen oder Herrchen ihren vierbeinigen Freund entweder nicht so lange alleine lassen möchten, oder weil sie gerne etwas mit ihm gemeinsam unternehmen wollen, nehmen sie ihren Hund beim Sport mit. Besonders beliebt und geeignet sind dafür natürlich Lauf-Sportarten wie Jogging, Nordic Walking oder auch Wandern. Manch einer nimmt sein Tier auch zum Radfahren mit. Diese Sportarten entsprechen am besten dem Wesen und der Natur des Hundes, der ja ein Lauftier ist. Hunde passen sich in der Regel dem Tempo und der Kondition des Herrchens oder Frauchens an, wodurch es zu einem wirklichen gemeinsamen Sporterlebnis kommt.

Inzwischen ist aber auch das gemeinsame Schwimmen eine beliebte Form des Doggings. Viele Hundefreunde fahren mit ihrem Vierbeiner zu einem See, um dort gemeinsam zu baden, zu planschen oder auch Bahnen zu schwimmen. Der große Vorteil des Doggings ist, dass es die Gesundheit von Mensch und Tier fördert und beide Zeit miteinander zu verbringen.

Wer nicht immer darauf angewiesen sein möchte, dass Freunde oder Kollegen Zeit und Lust haben, gemeinsam Sport zu treiben, wird vom Dogging sicher schnell überzeugt sein.

Die richtige Betreuung des vierbeinigen Fitness-Partners

Hundebesitzer sollen immer bedenken: Während sie Hightech-Turnschuhe tragen, läuft ihr Hund ungeschützt auf seinen Pfoten. Deshalb sind weiche Waldwege harten Asphaltstrecken vorzuziehen. Zudem sollte man seinem Hund vor dem Training nicht mehr den vollen Fressnapf hinstellen. Nach der Fütterung bis zum Beginn des Sports sollte mindestens eine Stunde vergehen.

Außerdem sollte man ständig den Laufstil des Hundes beobachten. Hinkt er, kann zum Beispiel eine Verletzung der Pfote vorliegen oder er hat sich Steinchen oder Scherben in die Pfote getreten, die ihm wehtun. Dann ist es an der Zeit, für diesen Tag mit dem Sport aufhören und die Ursache zu beheben.

Was für den laufenden Sportler gilt, gilt auch für den mitlaufenden Hund: Anfangs wird ihm sicherlich die nötige Kondition für einen kilometerlangen Lauf fehlen. Das Training also bitte nur langsam steigern. Fordern aber nicht überfordern, und vor allem regelmäßig mit dem Hund joggen gehen. Ansonsten geht ihm schnell die Puste aus und das Training ist für diesen Tag gelaufen. Also daran denken: Auch Hunde müssen langsam an den Sport herangeführt werden und können nicht einfach von heute auf morgen zum Marathon-Training mitgenommen werden. Lässt sich der Hund zurückfallen oder hinterherziehen, ist es ihm eventuell einfach zu warm. In jedem Fall sollten ausreichend Möglichkeiten zum Trinken angeboten werden, das heißt: Wasser mitführen, wenn es keinen Bach oder Ähnliches gibt.

Wohltuendes Walking für Zweibeiner und Vierbeiner

Eine gesunde Sportart, die man fast überall praktizieren und gleich an der eigenen Haustür beginnen kann, ist Walking. Ohne Studio, ohne Geräte, ohne Anfahrt, ohne Partner oder Trainer. Man braucht höchstens gute Laufschuhe und einen Pulsmesser. Bei dieser Art der Bewegung entspannen Körper und Geist, der Kopf wird angenehm frei. Das zügige Gehen an der frischen Luft stärkt die Muskulatur, erhält die körperliche Leistungsfähigkeit und die Abwehrkräfte - und zwar ohne die Gelenke dabei übermäßig zu belasten. Deshalb schätzen wohl auch Vierbeiner die gebremste Dynamik eines flotten Spaziergangs mehr als stressiges Herumtoben.

Besonders ältere Tiere mögen den sanften Ausdauersport. Das schnelle Gehen an der frischen Luft bringt Herz und Kreislauf in Schwung, trainiert die Muskeln und hebt die Laune von Zwei- und Vierbeinern. Und das ganz ohne Stress und Hektik. Mensch und Tier kommen beim Walken richtig in Schwung. Der Körper richtet sich auf und die zurückgenommenen Schultern sorgen für eine ganz besondere Körperspannung, die auch der Hund wahrnimmt. Mit verstärkter Aufmerksamkeit widmet er sich seinem Menschen und geht brav an der Leine bei Fuß.

Neben Hunde-Senioren ist der sanfte Sport auch für Rekonvaleszenten besonders geeignet. Denn gerade nach einer Erkrankung sollen Hunde sich schonen und nicht unkontrolliert herumtollen - vor allem bei Problemen mit den Gelenken. Etwa das Achtfache des Körpergewichts lastet bei einem Sprung auf den Vorderbeinen des Hundes. Deshalb sollt man besonders bei Gelenkproblemen eines Hundes streng auf das Tempo achten. Das Tier sollte nur im Schritt-Tempo gehen.

Übrigens kann man unterwegs kleine Gehorsamsübungen für seinen vierbeinigen Freund einbauen. Das bringt ihm Spaß und ist eine willkommene Abwechslung. Eine gute Idee ist auch die Suche nach vorher versteckten Handschuhen oder anderen Gegenständen - am besten, wenn er gerade mal nicht an der Leine läuft. Nach dem gemeinsamen Sport wird Ihnen ein sehr müder Hund danken - und nachts genüsslich mit zuckenden Pfoten im Traum weiterlaufen.

Die Trainer der Tophundeschule wünschen Ihnen und Ihrem Hund weiterhin viel Spaß und Gesundheit!


©: Detlev Schönfelder



Hundetrainer Detlev SchönfelderZum Autor: Verfasser dieses Beitrags ist der erfahrene Hundetrainer Detlev Schönfelder, der mit dem Team seiner mobilen Tophundeschule bundesweit in Sachen Hundecoaching im Einsatz ist. Wer mehr über seine Hundetrainings erfahren will oder Fragen zum Thema Hund und Hunderziehung hat, findet alle Kontaktinformationen auf der Internetseite www.tophundeschule.de

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