Freitag, 20. April 2018
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Im Zweifelsfall zum Tierarzt

Selbstbehandlung von Haustieren ist risikoreich

Hund BeagleGegen viele der eigenen Wehwehchen hat der Mensch ein Mittel in der Hausapotheke - ob gegen Fieber, Schnupfen oder allgemeines Unwohlsein. Und wenn das Haustier kränkelt, denkt so mancher Tierhalter: "Was für mich gut ist, kann für das Tier nicht schlecht sein."

Doch Vorsicht! Die Selbstbehandlung auch mit scheinbar harmlosen Heilmitteln kann ohne tierärztliche Kontrolle für die vierbeinigen Hausgenossen böse enden, betont die Bundestierärztekammer.


Mensch und Tier reagieren unterschiedlich auf Medikamente

Bei Arzneimittelgaben sind mehr als nur die oft erheblichen Dosierungsunterschiede zwischen Mensch und Tier zu beachten. Auch der Stoffwechsel der Haustiere unterscheidet sich von dem des Menschen. Oftmals fehlen wichtige Enzyme, dem tierischen Organismus gelingt es nicht oder nur sehr langsam, bestimmte Wirkstoffe abzubauen und über die Nieren und den Urin auszuscheiden, so die Tierärzte. Auch Substanzen wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure, die in vielen schmerzstillenden und fiebersenkenden Mitteln enthalten sind, können bei Tieren zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen. Medikamente mit dem Wirkstoff Ibuprofen führen beim Hund zu schweren Magenblutungen.

Auch Tier ist nicht gleich Tier

Doch nicht allein der Griff ins eigene Medikamentenschränkchen ist unter Umständen für die Vierbeiner gefährlich, auch der Medikamententausch zwischen verschiedenen Tierarten ist problematisch. So kann beispielsweise selbst die äußere Anwendung von für Hunde entwickelten permethrinhaltigen Floh- und Zeckenmitteln für Katzen zur Gefahr werden, Grund ist auch hier ein fehlendes Enzym. Bei den verschiedenen Tierarten bestehen große Unterschiede im Hinblick auf die Verträglichkeit einiger Substanzen. Deshalb sind Tierarzneimittel immer nur für bestimmte Tierarten zugelassen und entsprechend gekennzeichnet, erklärt die Tierärztekammer.

Vorsicht bei Naturprodukten

Selbst Hausmittelchen oder Naturprodukte sollten von Tierhaltern mit Vorsicht angewendet werden. Die Anwendung von teebaumölhaltigen Pflegeprodukten gegen Parasiten zum Beispiel kann bei Katzen zu Vergiftungserscheinungen führen. Und ein weit verbreiteter Mythos, aber vollkommen nutzlos, ist die Fütterung von Knoblauch oder Zwiebeln gegen Wurmbefall bei Hund und Katze, so die Experten. Versehentliches Überdosieren kann stattdessen eine Blutarmut auslösen, denn Schwefelverbindungen in den Pflanzen lassen die Blutkörperchen des Tieres platzen.

Die Bundestierärztekammer rät Tierhaltern, bei frei verkäuflichen Tierarzneimitteln und anderen auf dem Markt befindlichen Produkten stets darauf zu achten, dass sie für die jeweilige Tierart geeignet sind. Im Zweifelsfall sollte man den Tierarzt oder die Tierärztin fragen.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: DGK

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