Donnerstag, 18. Januar 2018
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Für eine sichere Fahrt in den Urlaub

Expertentipps: Hund und Auto - ein Kapitel für sich

Hund mit Sonnenbrille im AutoEin Hund ist am liebsten da, wo sein Mensch ist, selbst wenn es im Auto sein muss. Woran Sie denken sollten, wenn Sie mit Ihrem geliebten Vierbeiner gemeinsam im Auto in den Urlaub fahren wollen, beschreiben die erfahrenen Trainer der bundesweit tätigen Tophundeschule. Schließlich möchten Sie, das es Ihrem Tier gut geht - und vor allem nicht, dass im Verkehrsfunk hören ist: "Achtung, auf der Autobahn läuft ein Hund auf der Fahrbahn!"

Die Tipps der Tophundeschule

Hund und Auto passen nicht wirklich zusammen, deshalb sollte versucht werden, dem Hund im rollenden Gefährt den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Berücksichtigt werden sollte, dass die Tiere auch in der "mobilen Hundehütte" viel frische Luft und ausreichend Platz brauchen.

Hundefreundlich ist ein möglichst großes Luftvolumen im Verhältnis zur Größe Ihres Hundes und ein kühler, sicherer Rückzugsraum. Bei längeren Fahrten sollte der Hund sich aufrichten und strecken können. Zur Errechnung, welches Innenmaß das Auto mindestens haben sollte, messen Sie die absolute Höhe des Hundes und geben ein paar Zentimeter Luft hinzu. Denn ausreichend Luftvolumen schafft zusätzlichen Sauerstoff und davon braucht ein Hund sehr viel mehr als der Mensch.

Hitzestaus im stehenden Wagen sind eine tödliche Gefahr für Ihren Hund. Deshalb sind  möglichst steil eingebaute Fensterflächen (besonders im Laderaumbereich) zu berücksichtigen und die Wanderung des Sonnenstandes während der Parkzeit muss unbedingt beachtet werden! Bei einer Außentemperatur von 30 Grad Celsius heizt sich der Innenraum eines Autos schon nach kurzer Zeit auf bis zu 70 Grad auf! Eine Verbesserung der Situation schafft auf jeden Fall der Einbau von Sonnenrollos an der Heck- und am besten auch an den Seitenscheiben. Eine Klimaanlage ist während der Fahrt zwar prima, nützt aber leider nichts mehr, wenn der Motor abgestellt ist und Sie den Wagen parken. Während der Fahrt verhindert eine Klimaanlage sogar das Beschlagen der Fensterflächen. Wenn man beispielsweise nasse Hunde transportieren muss, ist dies ein großer Vorteil.

Sicherheit geht vor!
Das sollten Hundehalter wissen: Laut Paragraph 23 der aktuellen Straßenverkehrsordnung müssen Tiere in Deutschland während des Transportes im Auto gesichert sein. Bei Verstoß kann die Auto-Unfallversicherung Schadenersatz verweigern und es droht ein Bußgeld. Auch in anderen europäischen Ländern, vor allem in Italien und Spanien, wird inzwischen durch Kontrollen überprüft, ob der Hund gesichert ist, und ein Verstoß geahndet. Nicht nur aus versicherungstechnischen Gründen sollte der Hund unfallsicher untergebracht sein. Trennnetze, Gitter oder am besten natürlich stabile Hundeboxen schützen den Hund, der sonst bei scharfer Bremsung oder einem Unfall durch den Innenraum geschleudert wird. Auch auf dem Rücksitz sollte das Tier in einer Transportbox oder mit einem speziellen Sicherheitsgeschirr gesichert im Auto sitzen.

Fragen Sie einfach im Fachhandel oder bei Ihrem Autohändler, welches Zubehör es für Ihr Fahrzeug gibt. Vor allem, wenn man mehr als einen Hund transportieren muss, ist ein entsprechend geräumiges Fahrzeug notwendig.

Achtung! Bei Welpen und Junghunden bis zu zwölf Monaten sollten Ein- und Ausstieg so niedrig wie möglich sein. Es gibt auch spezielle Rampen im Fachhandel. Geländewagen sind aufgrund der hohen Ladekanten für wachstumsschwierige oder laufbehinderte Hunde (Kleinhunde, Dackel, Basset Hounds, schwere und hüftdysplasiegefährdete Rassen) nicht zu empfehlen. Solche Hunde müssen Sie tragen oder aber eben eine Rampe benutzen!


Nicht vergessen:

  • Bringen Sie Ihrem Hund von Anfang an bei, dass er nicht einfach aus dem Auto springen darf. Er sollte sich erst solange hinsetzen, bis Sie ihn angeleint haben. Dann erst darf der Hund das Auto verlassen. (Die Trainer der Tophundeschule erklären Ihnen gerne, wie es geht. - Kontakt siehe Link unten auf dieser Seite)

  • Geben Sie Ihrem Hund am Tag vor der Abreise nur wenig zu fressen. Die letzte Mahlzeit spätestens vier Stunden vor Fahrtbeginn, um Übelkeit und Erbrechen vorzubeugen. Auf der Fahrt selbst sollte der Hund nicht gefüttert werden.

  • Legen Sie genügend Zwischenstopps ein, um dem Hund Bewegung zu gönnen und ihm etwas zu trinken zu geben. Ideal sind Fahrtpausen nach jeweils zwei Stunden.

  • Achten Sie darauf, dass der Hund nicht am offenen Fenster im Fahrtwind sitzt, da er sich sonst leicht eine Bindehautentzündung einfangen kann.

  • Falls der Hund auf Bergstrecken viel gähnt oder hechelt, geben Sie ihm einen Kauknochen. Durch das Kauen löst sich der Ohrendruck.
  • Lassen Sie Ihren Hund niemals unbeaufsichtigt im parkenden Auto. Im Sommer entstehen im Wageninneren sehr schnell Temperaturen von weit über 30 Grad Celsius. Schon nach 15 Minuten wird diese Hitze für Hunde schon zur tödlichen Gefahr.

  • Nehmen Sie Ihren Hund während der Pausen stets an die Leine, und befestigen Sie eine Adressmarke an seinem Halsband. Wenn nicht bereits geschehen, sollten Sie Ihren Hund vor Reiseantritt bei einem Haustierregister - zum Beispiel dem Deutschen Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes e. V. oder TASSO e. V. - registrieren lassen. Damit steigt die Chance, dass Sie Ihr Tier im Falle eines Falles schneller wiederfinden.


Wenn Sie - auch im Interesse Ihres Hundes - die genannten Punkte beherzigen, steht einem erholsamen Urlaub nichts mehr im Weg. Fragen zum Thema können Sie auch an die Profis der Tophundeschule richten.

Mehr über die bundesweit tätigen Hundetrainer der Tophundeschule erfahren Sie hier.




- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: tophundeschule.de



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