Mittwoch, 25. April 2018
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Tipps der Tophundeschule

Umgang mit dem Hund in der kalten Jahreszeit

Junger Hund in der Jacke des HerrchensWenn es kalt wird, mögen wir Menschen es gerne wohlig warm und kuschelig. Wir ziehen uns auf das Sofa zurück und trinken heißen Tee. Dem Hund aber ist kein Wetter zu schlecht. Er braucht Bewegung. Vor allem wenn es kalt ist, sollte es flotte Bewegung sein und nicht gemächliches Spazierengehen oder Bummeln an der Leine in der Fußgängerzone.

Was dem Hund in der kalten Jahreszeit gut tut, verraten die erfahrenen Trainer der
bundesweit tätigenTophundeschule.

Winterkleidung für Vierbeiner - pro und contra

Nicht nur wir Menschen schützen uns bei klirrender Kälte mit warmer Kleidung. Auch Hunde werden immer öfter mit Mantel gesichtet. Eine sinnvolle Maßnahme oder einfach nur lächerlich? Der Winter setzt nicht nur uns Menschen zu. Auch Hunde sind von ihrem warmen Platz am "Ofen" verwöhnt. Ist Ihr Hund nicht besonders klein oder alt, braucht er jedoch keine Decke beim täglichen Spaziergang. Den meisten Hunderassen macht Kälte nämlich nichts aus.

Kurzhaarige Hunde frieren natürlich schneller als ihre langhaarigen Artgenossen und müssen bei Kälte in Bewegung bleiben. Ein kalter Wind führt zu Wärmeverlust und Auskühlung. Vor allem, wenn die Feuchtigkeit im Fell noch gefriert. Alte und kranke Hunde brauchen einen Wetterschutz, wenn sich die Haut und das Haarkleid so verändert haben, dass der natürliche Schutz des Felles gegen Kälte und Wasser nicht mehr gegeben ist. Diese älteren, meist bewegungsunlustigen Tiere holen sich beim Gassi-Gehen bei schlechtem Wetter häufig Erkältungskrankheiten (Blase, Niere). Hier ist eine "Thermojacke" zu empfehlen.

Bitte bedenken Sie bei einer Entscheidung: Durch die Kleidung (Hundemode) wird der Hund in seiner speziellen Art, sich gegenüber Artgenossen darzustellen und zu kommunizieren, eingeschränkt. Das kann leicht zu Missverständnissen unter den Artgenossen und zu Sozialisierungsproblemen führen.

Tipps der Tophundeschule - so fühlt sich Ihr Hund im Winter wohl:


Streusalz und Eis
Gerade in den Städten gibt es das Problem von Eis und Streusalz auf Gehsteigen und Fahrbahnen. Mag Streusalz noch so praktisch zur Beseitigung der Ausrutschgefahr sein, für Hundepfoten ist es Gift.

Vorbeugung: Vor dem Gassi-Gehen eine fettende, das Wasser abweisende Creme, in die Pfoten einmassieren. Möglichst im nicht bestreuten Gebiet spazieren gehen. Nehmen Sie sich lieber ein paar Minuten Zeit, um in die Natur zu kommen, die nicht mit Streusalz verseucht ist. Folge des Gehens auf gesalzenen Oberflächen ist eine rissige, spröde Haut an den Zehenballen, entsprechender Juckreiz, Entzündungen und eine damit verbundene Unruhe Ihres Hundes.

Leider lässt es sich aber oftmals nicht vermeiden, den "Gassigang" bereits vor der Haustür zu beginnen. Daher sollten nach dem Spazierengehen die Pfoten des Hundes mit lauwarmem Wasser gründlich gewaschen und nachher mit einer fettenden Creme (etwa Hirschtalgsalbe) eingerieben werden. Sollten Sie keine Möglichkeit haben, mit Ihrem Hund auch auf nicht gestreuten Wegen laufen zu können, ist die Anschaffung von "Hundeschuhen" durchaus überlegenswert.

Verletzungen
Häufig gibt es auch Verletzungen durch das Laufen auf eisglatten Böden. Schnittverletzungen können sogar durch gefrorenen Schnee und Eis entstehen. Bitte beachten Sie, dass auch Hunde in scheinbar zugefrorene Teiche und Wasserläufe einbrechen können.

Vorbeugung: Den Hund niemals auf zugefrorene Eisflächen laufen lassen.

Schnee fressen
Viele Hunde neigen im Winter zum Schneefressen. Eine unliebsame Folge können dann besonders Entzündungen des Rachens sein, wobei die Mandeln das bevorzugte Erkrankungsgebiet sind. Der Hund würgt in einem solchen Fall meist zähen Schleim und versucht auch, zu erbrechen.

Vorbeugung: Das Schneefressen sofort unterbinden! Statt Stöckchen oder Ball zu werfen, bitte nicht mit Schneebällen werfen.

Nach dem Spaziergang
Nach Aufenthalten im Freien sollte man unbedingt die Pfoten untersuchen und von Salzresten befreien. Speziell zwischen den Krallen kann sich außerdem Streugut eindrücken und dem Hund erhebliche Schmerzen bereiten.

Grundsätzlich sollten Sie den Hund nur baden, wenn es wirklich notwendig ist. Oftmals genügt es schon, den Hund mit einem feuchten Tuch abzureiben. Bedenken Sie bitte, dass auch Hunde-Shampoos die Fettschicht der Haut angreifen und Ihr Hund seinen natürlichen Kälteschutz verliert.

Auch der Besuch eines Hundefrisörs sollte erst im Frühjahr wieder auf dem Terminplan stehen. Sie rauben Ihrem Hund ansonsten seine natürliche "Winterjacke". Sollte es sich trotzdem nicht vermeiden lassen, denken Sie doch über eine "künstliche Ersatzjacke" (siehe oben) nach.

Die Trainer der Tophundeschule wünschen Ihnen, den Leserinnen und Lesern auf serviceseiten50plus.de und Ihren Vierbeinern weiterhin viel Spaß und Gesundheit!


© Detlev Schönfelder

Hundetrainer Detlev SchönfelderZum Autor: Verfasser dieses Beitrags ist der erfahrene Hundetrainer Detlev Schönfelder, der mit dem Team seiner mobilen Tophundeschule bundesweit in Sachen Hundecoaching im Einsatz ist. Wer mehr über seine Hundetrainings erfahren will oder Fragen zum Thema Hund und Hunderziehung hat, findet alle Kontaktinformationen auf der Internetseite www.tophundeschule.de

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