Sonntag, 23. September 2018
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Spot-On-Präparate helfen

Vorsicht Zecken! Wachsamkeit schützt Hund und Katze

ZeckenMit Beginn der warmen Jahreszeit sollten Haustierhalter sich um den Zeckenschutz ihrer Tiere kümmern. Diese kleinen Blutsauger in Wald und Wiese können als Überträger von Krankheiten wie Borreliose, FSME und Babesiose nicht nur dem Menschen, sondern auch Hund und Katze gefährlich werden.

Fachleute schätzen, dass mittlerweile jede vierte Zecke Trägerin von Krankheitserregern ist. Bei der Zeckenvorsorge mit speziellen Präparaten ist jedoch Vorsicht geboten. Denn ein Mittel das der Hund verträgt, kann die Katze töten.



Durch Zecken verursachte Krankheiten


Die Babesiose, auch "Hunde-Malaria" genannt, wird durch die sogenannte Auwaldzecke übertragen. Erste Symptome sind Erschöpfung und Appetitlosigkeit, die sich bis zur Blutarmut (Anämie) mit Fieber und Lethargie steigern können. Im Verdachtsfall sollte sofort der Tierarzt aufgesucht werden - ohne Behandlung verläuft die Erkrankung tödlich!

Das gilt auch für die Gehirnhautentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Auch hier sind Schwäche und Schläfrigkeit erste Warnsignale, gefolgt von hohem Fieber und Krampfanfällen. Allerdings wird FSME meist nur bei immunschwachen Tieren diagnostiziert.

Borreliose kann im Frühstadium durch eine Behandlung mit Antibiotika geheilt werden. Ohne Behandlung kommt es zu Fieberschüben, Müdigkeit und Gelenkentzündungen, die schließlich zu Lähmungen führen. Eine Impfung ist empfehlenswert, bietet jedoch leider keinen hundertprozentigen Schutz.

Die Tierschutz-Stiftung "Vier Pfoten" rät, den Körper von Hund und Katze nach jedem Freilauf gründlich zu untersuchen und entdeckte Zecken sofort zu entfernen.


Spot-On-Präparate schützen - aber Vorsicht


Mit sogenannten Spot-On-Präparaten vom Tierarzt kann man Hund und Katze vor Zecken schützen. Sie werden in den Nacken geträufelt, das Tier kann sie nicht ablecken. Es gibt Präparate, die sowohl abwehrend als auch abtötend gegen Zecken wirken. Vor allem bei Katzen sind Spot-On-Präparate den Parasitenschutz-Halsbändern vorzuziehen, da die Katze beim Streunen und Klettern am Halsband hängen bleiben kann. Trotz Sollbruchstellen garantieren im Handel angebotene Halsbänder keine hundertprozentige Sicherheit.

Aber Vorsicht: Die Anwendung von für Hunde vorgesehenen Floh- und Zeckenmitteln bei Katzen kann zu deren Tod führen. Besonders gefährlich für Katzen ist der für Wirkstoff "Permethrin". Während Hunde dieses Mittel gut vertragen, ist es für Katzen giftig.
Vor allem Spot-On-Präparate für Hunde enthalten Permethrin in einer hohen, für den Hund jedoch unschädlichen Konzentration. Der Wirkstoff ist aber für Katzen lebensgefährlich, da sie den Stoff mangels eines entsprechenden Enzyms nicht abbauen können.

Tierhalter sollten daher grundsätzlich vor dem Kauf von Zeckenschutz-Präparaten die Gebrauchsanweisung genau durchlesen, Hunde und Katzen nicht mit dem gleichen Mittel behandeln und bei der gleichzeitigen Haltung beider Tierarten die Mittel eindeutig gekennzeichnet aufbewahren.


- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
Quellen: Vier Pfoten // Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

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