Freitag, 21. September 2018
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Vorsicht beim "Login" im Internet

Fünf Grundregeln für einen sicheren Passwort-Schutz

Buchstaben und ZahlenMehr Sorgfalt bei der Wahl von Passwörtern - dazu rät Internetnutzern das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI) in Berlin. Denn die meisten stellen ein Passwort aus einer Folge von nur sechs oder weniger Zeichen zusammen. Das reicht als sicherer Schutz für den Zugang zu Internetseiten wie beispielsweise beim Online-Banking längst nicht aus. Deshalb sollte man bei der Wahl von Passwörtern einige wesentliche Grundregeln beachten.

Laut Studien bedienen sich 60 Prozent aller Internetnutzer für ihre Passwörter lediglich einer sehr begrenzten Auswahl von Buchstaben und Zahlen. Das reicht für einen sicheren Zugangsschutz längst nicht aus. Das weltweit am meisten verwendete Passwort ist die Ziffernfolge "123456". Auf den Plätzen zwei und drei rangierten "12345" und "123456789".

Hacker knacken schlecht geschützte Passwort-Zugänge in Sekunden

"Hacker können einen solch schwachen Zugangsschutz mit automatisierten Methoden innerhalb einer Sekunde knacken und brauchen dafür im Durchschnitt nur gut 100 Versuche", erklärt Christoph Meinel, Professor für Internet-Technologien und -Systeme und Direktor des Potsdamer HPI-Universitätsinstituts. In nur 17 Minuten kann ein Hacker rund 1.000 derartig schwach geschützte Passwort-Zugänge knacken.

"Leider zeigen internationale Untersuchungen, dass die Passwort-Praxis sich in den vergangenen beiden Jahrzehnten kaum verbessert hat", sagt Meinel. Nach wie vor wählt rund die Hälfte der Internetnutzer dasselbe oder ein ähnliches Passwort für sämtliche Seiten, die ein sogenanntes Login, also eine Anmeldung mit persönlichen Kennungen erfordern. Beliebt sind dabei leider kurze und einfache Begriffe - selbst für Zugänge zu sehr privaten Daten und Informationen.

Das sollte man beachten: Fünf Grundregeln für starke Passwörter

In der Ausbildung seiner IT-Ingenieursstudenten bringt das Institut den Studierenden bei, konsequent fünf Grundregeln für sichere Passwörter zu beachten:

  1. Niemals den Nutzernamen, den tatsächlichen Namen, das Geburtsdatum oder andere Informationen, die mit der eigenen Person oder dem genutzten Konto zusammenhängen, als Passwort verwenden.

  2. Begriffe vermeiden, die aus einem Wörterbuch stammen (könnten).

  3. Mindestens vier Arten von Schreibweisen verwenden, also groß/klein, Buchstaben, Nummern und Sonderzeichen wie !@#%$*~;.

  4. Dem Passwort eine Länge von mindestens acht Zeichen geben.

  5. Niemals dasselbe Passwort für alle Konten verwenden.

Tipps zum Erinnern eines komplizierteren Passworts

Um ein Passwort zu finden, das man sich leicht merken kann, rät Meinel, sich einen Satz auszudenken, der Wörter, Zahlen und Zeichensetzung enthält. Als Beispiel wählt er den Satz "Mein zweites Auto war ein VW Golf!":

Wenn man den ersten Buchstaben eines jeden Worts aufnimmt, die Zahl, das Satzzeichen und dann alles hintereinander aufschreibt, ergibt sich aus diesem Merksatz das Passwort "M2.AweVWG!"

"Dieses Verfahren ergibt jeweils ein sehr sicheres Passwort, an das man sich mit Hilfe des Merksatzes so lange leicht erinnern kann, bis man es schließlich auswendig beherrscht", empfiehlt Meinel.

Wie man Passwörter kopiersicher aufschreibt

Nutzt man für verschiedene Konten verschiedene Passwörter, kann man sich auch ruhig schriftliche Notizen machen und diese ins Portemonnaie stecken. "Aber statt des Passworts sollte man immer nur den Merksatz aufschreiben oder - noch besser - einen Hinweis, der an den Merksatz erinnert", rät der Informatiker.


- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: HPI 

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