Mittwoch, 22. November 2017
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Schadprogramme für Explorer, Firefox, Chrome & Co.

Internetnutzung: Bei Add-ons auf sichere Quellen achten

Web-IconsInternetradio hören, Werbung blocken oder die Surfgeschwindigkeit erhöhen - sogenannte Add-ons für Internet-Browser wie Firefox, Chrome und Co. machen's möglich. Doch die zuweilen praktischen, mittlerweile zahlreichen Zusatzprogramme können auch gefährlich werden. Denn zusehends manipulieren Kriminelle diese zu Schadprogrammen für den Computer..

Ausgespähte Zugangskennungen für Ebay, Amazon und Co., Daten-Phishing-Attacken, plötzliche Werbeflut -  das sind mögliche Folgen, wenn vormals harmlose Browser-Add-ons zu gefährlichen "Bad-ons" mutieren. Noch handelt es sich um Einzelfälle, doch Experten rechnen mit einem starken Zuwachs manipulierter Add-ons, berichtet die Fachzeitschrift Computer Bild.

Der Haupttrick: Täuschung der Virenschutzsoftware

Internetbrowser-Ergänzungen sind ein attraktives Ziel für Kriminelle: Denn damit sie ihre Aufgaben erfüllen können, sind Add-ons häufig mit weitreichenden Rechten ausgestattet, zudem können sie sich selbst aktualisieren. So können Gauner eine zuvor harmlose Browser-Ergänzung per Online-Update für völlig andere und bedrohliche Funktionen umrüsten.

Das funktioniert ganz unauffällig: Weil die schützende Sicherheitssoftware eines Computers lediglich Aktivitäten eines vertrauten Programms, also von einem darauf installierten Internetprogramm wie beispielsweise Microsoft Explorer, Firefox oder Chrome registriert, sieht sie bei einer automatischen Aktualisierung derselben keinen Grund einzugreifen.

Werbeattacken und Datenverlust durch manipulierte Add-ons

Das Unternehmen Google kennt diese Manipulationsgefahr aus leidiger Erfahrung. Zu Beginn des Jahres 2014 kauften Kriminelle dem Software-Entwickler der beliebten Chrome Browser-Erweiterungen "Add to Feedly" und "Tweet this Page" diese Add-ons ab. Die Zusatzprogramme waren bereits auf Tausenden PCs installiert - und überhäuften die Nutzer unmittelbar nach einem Programm-Update mit Werbung. Anfang 2014 erwischte es auch Spieler des beliebten Online-Rollenspiels "World of Warcraft": Wer das schädliche Firefox-Add-on Curse für die Onlinespiele-Plattform Battle.net installiert hatte, verlor später alle "WoW"-Zugangsdaten inklusive Passwort.

Virenscanner schützen nicht zuverlässig

Virenschutzprogramme und selbst "Security-Suiten", die Deluxe-Schutzpakete der Antiviren-Hersteller, bieten hier keinen hundertprozentigen Schutz. Das stellte sich bei eingehenden Tests des renommierten Innsbrucker Virenschutz- Testspezialisten AV-Comparatives heraus. Die Computer Bild rät deshalb, Add-ons nur aus möglichst sicheren Download-Quellen im Internet auf den eigenen Computer herunterzuladen. Dazu gehören beispielsweise der Add-ons-Manager von Firefox, der Chrome Web Store oder auch der Download-Bereich von Computer Bild oder anderen zuverlässigen Technikseiten im Internet. 

Zu guter Letzt gilt ohnehin: Immer nur Add-ons installieren, die man auch wirklich braucht.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: Computer Bild (6/14)

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