Mittwoch, 22. November 2017
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Frühjahrsputz für die IT-Sicherheit

Schwachstellen auf PC und Smartphone beseitigen

Tablet PCDas traditionelle Großreinemachen zum Frühling lohnt nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch auf dem Computer, Smartphone und Tablet-PC. Im Laufe der Zeit sammelt sich hier so einiges an Daten und veralteten Programme an, das für Internetnutzer ein Sicherheitsrisiko sein kann. Experten-Tipps zeigen, was man beim Entrümpeln und Bereinigen von Festplatten & Co. beachten sollte.

Gerade Software-Oldies auf Computern stellen oft ein hohes Risikopotenzial dar. Denn sie bieten Cyber-Kriminellen ideale Möglichkeiten für erfolgreiche Angriffe aus dem Internet. Anwender sollten daher auf ihrer Festplatte ausmisten, verfügbare Programm-Updates installieren und eine Sicherheitssoftware installieren, um sich gegen Online-Gefahren abzusichern. Das IT-Sicherheitsunternehmen G-Data hat nützliche Tipps für die erfolgreiche Umsetzung dieses Frühjahrsputzes und mehr Sicherheit im Internet zusammengestellt.

Computer regelmäßig entrümpeln

"Die Gefahren durch veraltete Programme werden oft unterschätzt, dabei nutzen Cyber-Kriminelle diese gezielt für Angriffe aus, um so sensible Daten zu stehlen oder Nutzer auszuspionieren“, erklärt Ralf Benzmüller, Leiter des G-Data Sicherheitslabors. "Anwender sollten ihren Rechner daher regelmäßig entrümpeln und alle verfügbaren aktuellen Software-Updates installieren. Ältere Programme, die vom Hersteller nicht mehr aktualisiert werden, sollten deinstalliert werden."

Auch an Tablet-PCs und Smartphones denken

Beim Frühjahrsputz sollten Nutzer auch ihre Smartphones und Tablet-PCs nicht vergessen: "Bei den Mobilgeräten lohnt sich ein kritischer Blick auf die installierten Apps und deren Berechtigungen. Viele Anwendungen enthalten kritische Befugnisse, die unter anderem den Zugriff auf das Adressbuch oder andere persönliche Daten erlauben. Anwender sollten hier überprüfen, ob sie die App wirklich benötigen und diese im Zweifelsfall lieber löschen", rät Benzmüller. Für den Fall eines Diebstahls oder Verlust des Smartphones sollte ebenfalls vorgesorgt werden. Hier empfiehlt der IT-Sicherheits-Experte den Einsatz einer Sicherheitslösung mit integriertem Diebstahlschutz, um das Mobilgerät orten oder die gespeicherten Daten aus der Ferne löschen zu können.

Hier zwei Checklisten mit allen Tipps für PCs und Smartphones:


Sicherheitstipps für den Frühjahrsputz auf dem PC

  • Sicherheitslücken schließen: Das Betriebssystem und die installierte Software sollten durch das regelmäßige Einspielen von Service Packs, Patches und Updates auf dem neuesten Stand sein. Veraltete Programme, für die kein Hersteller-Service mehr existiert, sollten umgehend entfernt und gegebenenfalls durch eine neue Version ersetzt werden.

  • Die Festplatte aufräumen: Anwender sollten doppelte, veraltete und nicht mehr benötigte Dateien löschen. Beim Aufspüren von doppelten Daten helfen Gratisprogramme, wie CloneSpy oder AntiTwin. Diese sind unter anderem auf den oft beigelegten CDs von PC-Magazinen zu finden. Dateien sollten mit Hilfe eines digitalen Shredders (Vernichters) restlos entfernt werden. Diese Funktion ist oft auch in Sicherheitslösungen integriert.

  • Passwörter regelmäßig ändern: Passwörter von Nutzerkonten auf dem PC oder im Internet sollten regelmäßig geändert werden. Dabei sollten Nutzer auf sichere Kennwörter setzen und hierzu eine zufällige Folge von Ziffern, Sonderzeichen und Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung wählen.

  • Keine Spuren hinterlassen: Browser-Cookies, der Verlauf und Webformulardateien sollten nach jeder Internetsitzung gelöscht werden, da sie Daten vom Surfverhalten aufzeichnen. Eine Konfiguration für die automatische Entfernung kann in den Browser-Einstellungen vorgenommen werden. Immer mehr Internetzugang-Programme, z. B. Firefox und Internet-Explorer, bieten auch einen privaten Modus an, in dem die meisten temporären Dateien nach der Browsersitzung gelöscht werden.

  • Keine Passwörter im Browser speichern: Nutzer sollten die Funktion "Passwörter speichern" im Browser generell deaktivieren. Passwörter, die schon im Browser gespeichert sind, sollten gelöscht werden. Über die Browser-Einstellungen können alle Webseiten mit gespeicherten Kennwörtern eingesehen und gelöscht werden.

  • Geschützt durch Security Software: Anwender sollten eine umfassende Sicherheitslösung nutzen und diese regelmäßig durch Programm- und Virensignatur-Updates aktualisieren. Die Verwendung von Sicherheitslösungen mit einem integriertem "System-Tuning" und "Registry-Cleaning" macht das System außerdem schneller und stabiler.

  • Daten sichern: Ein Backup sichert alle wichtigen Daten für den Fall einer Infizierung oder eines kompletten Systemabsturzes. Durch ein Systemabbild lässt sich außerdem die ganze Festplatte mit allen installierten Programmen sichern. Umfassende Security-Lösungen (Sicherheitsprogramme) enthalten häufig ein entsprechendes Modul. Auch die neueren Windows-Versionen enthalten die Möglichkeit, ein Systemabbild zu speichern.


Tipps für das Entrümpeln von Smartphones

  • Installierte Apps überprüfen: Smartphone- und Tablet-Besitzer sollten einen kritischen Blick auf ihre Apps und deren Berechtigungen werfen, denn Updates führen oft auch zu Änderungen bei den Befugnissen der Applikationen, die von Nutzern oft ungelesen akzeptiert werden. Anwender sollten daher jede einzelne App überprüfen und im Zweifelsfall löschen, wenn sie zu viele Berechtigungen umfassen. Eine Berechtigungskontrolle hilft dabei, einen Überblick zu erhalten.

  • Apps nur aus sicherer Quelle beziehen: Anwender sollten nur Applikationen aus vertrauenswürdigen Marktplätzen installieren, beispielsweise Google Play bei Android-Geräten und App-Märkte der Hersteller.

  • Mobilgeräte schützen: Auf Smartphones oder Tablets sollte eine mobile Sicherheitslösung installiert sein, die das Gerät effektiv vor Mobil-Schadcode und gefährlichen Apps absichert.

  • Diebstahlschutz für das Smartphone: Anwender sollten für den Fall eines Geräteverlusts oder einer Entwendung vorsorgen und einen Diebstahlschutz installieren. Dieser sollte unter anderem die Fernsperrung und Lokalisierung des Gerätes und das Löschen aller darauf gespeicherten Daten ermöglichen.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quellen: G Data / Microsoft / Wikipedia

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