Freitag, 19. Dezember 2014
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Umbau kann Kosten für Kraftstoff halbieren

Tipps für eine lohnenswerte Autogas-Umrüstung

auf Autogas umgerüstetes AutoImmer mehr Autofahrer ärgern sich über die anhaltend hohen Kraftstoffpreise und suchen nach Einsparmöglichkeiten. Eine Alternative, die Pkw-Halter zunehmend interessiert, ist das Betanken mit Autogas. Denn durchschnittlich liegt der Literpreis für Autogas um 50 Prozent niedriger als für Super-Benzin. Jedoch ist laut ADAC einiges zu beachten, damit die Umrüstung nicht zum Fiasko wird.

Autogas ist ein unter Druck verflüssigtes Gemisch aus Propan und Butan, das bei der Erdöl- und Erdgasförderung sowie in Erdöl-Raffinerien anfällt - abgekürzt nennt man Autogas auch LPG (Liquified Petroleum Gas). Im Vergleich zu Benzin ist der CO2-Ausstoß von Autogas um rund zehn Prozent niedriger. Weniger umweltfreundlich fällt der Vergleich mit Diesel und Erdgas aus: Hier ist der CO2-Ausstoß im Verhältnis zu Diesel um zwei Prozent und bei Erdgas um zwölf Prozent höher.

Hier einige wichtige Hinweise des ADAC für die Umrüstung eines Pkw auf Autogas:

  • Grundsätzlich lassen sich nur Pkw mit Ottomotoren umrüsten. Moderne Modelle mit effizienter Direkteinspritzung können nur bedingt umgebaut werden.

  • Es gibt zwei Normen für die Umrüstung: Der umfangreichere Standard ECE-R 115 ist für das jeweilige Fahrzeugmodell typgeprüft. Nach der Norm ECE-R 67 werden nur die Einzelkomponenten der Anlage typgeprüft, die Gasgemischzufuhr extra eingestellt. Dadurch wird nach rund tausend Kilometern eine Prüfung notwendig. Nach ADAC Recherchen wird in Deutschland bevorzugt die R 67-Norm angeboten, obwohl sich die ECE-R 115-Norm eigentlich mehr empfiehlt.

  • Der Einbau sollte von einem Fachbetrieb vorgenommen werden, vorzugsweise in Fachwerkstätten, die die seit 2006 vorgeschriebenen Prüfungen der Gasanlagen GAP bzw.GSP durchführen dürfen. Umbauten im benachbarten Ausland sind nicht empfehlenswert, da für das Zulassungsverfahren notwendige Unterlagen dort oft nicht vollständig zur Verfügung stehen.

  • Autofahrer müssen für die Umrüstung in der Regel mit Kosten zwischen 2.000 und 3.000 Euro rechnen.

  • Je nach Automodell amortisiert sich der Umbau bereits nach 35.000 gefahrenen Kilometern. Genaue Berechnungen für die verschiedenen Automodelle gibt es beim ADAC. Von den wirtschaftlichen Vorteilen durch das Fahren mit Autogas profitieren vor allem Vielfahrer und Halter von Fahrzeugen mit hohem Benzinverbrauch.

  • Ein Autogas-Auto muss eventuell häufiger zur Inspektion. Deshalb sollte man sich schon vor der Umrüstung von der Werkstatt mögliche zusätzliche Inspektionskosten aufzeigen lassen.

Noch ein wichtiger Aspekt zu den Kosten: Die Steuerbegünstigung für Autogas läuft Ende 2018 aus. Ob sie danach verlängert wird, ist noch offen. Auch das sollten Autofahrer bei ihrer Kostenberechnung bedenken!

 

- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: ADAC

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