Samstag, 15. August 2020
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Tipps zur Vorsorge und für den Ernstfall

Brandheiß: Wie man Gefahren beim Grillen vermeidet

Grill mit WürstchenIm Sommer gehört Grillen zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen in Deutschland. Sobald die ersten Sonnenstrahlen ins Freie locken, ist die Luft allerorts von köstlichen Düften erfüllt. Mit Beginn der Hochsaison für Steak, Bratwurst und Co. steigt jedoch auch die Unfallgefahr. Einige nützliche Hinweise des Versichereres AXA zeigen, wie sich Malheure beim Grillvergnügen vermeiden lassen.

Durch Unachtsamkeiten und leichtfertigen Umgang mit offenem Feuer kommt es jährlich zu rund 4.000 schweren Grillunfällen in Deutschland - mehr als 500 davon mit schwersten Verbrennungen, die bleibende gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Auch hohe Sachschäden sind oft die Folge einer Grillparty.

Es ist noch kein Grillmeister vom Himmel gefallen

Noch immer sind Holzkohlegrills bei Hobbybrutzlern beliebter als Elektro- und Gasgrills. Doch der richtige und sichere Umgang mit offenem Feuer will gelernt sein. Damit es nicht zu brenzligen Situationen kommt, empfiehlt die AXA Versicherung die Einhaltung von einfachen Vorsichtsmaßnahmen:

Die richtige Ausrüstung ist das A und O

Bevor der kulinarische Freizeitspaß beginnt, sollte sicher gestellt sein, dass der Grill ordnungsgemäß zusammengebaut ist. Auch der kippsichere Stand im Windschatten und auf einem nicht brennbaren Untergrund ist Voraussetzung für unfallfreies Grillen. Zum Schutz vor fliegenden Funken oder Fettspritzern sind Grillhandschuhe und eine Schürze ratsam. Zum Wenden des Grillguts immer eine lange Grillzange mit hitzeisolierten Griffen verwenden. Generell gilt: Brennbare Materialien wie Sonnenschirme oder wehende Kleidung sollten vom Grill ferngehalten werden, da fliegende Funken sie entflammen können. Löschmittel wie ein Eimer mit Wasser oder Sand sollten immer in unmittelbarer Nähe bereitgehalten werden.

Finger weg von Brandbeschleunigern

Laut Brandexperten sind Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin die häufigste Ursache für folgenschwere Unfälle beim Grillen. Werden sie unüberlegt in die Flammen gegossen, können durch explosionsartige Verpuffungen hohe Stichflammen mit Temperaturen von bis zu 1800 Grad Celsius entstehen. Um ungewollt feurige Ereignisse zu vermeiden, sollten daher nur ungefährliche Grillanzünder (zum Beispiel Anzündwürfel) verwendet werden. Achtung: Die Anzündhilfe muss vollständig verbrannt sein, bevor das Grillgut aufgelegt wird. Auch bei herabtropfendem Fett ist Vorsicht geboten: Dieses kann sich in der Glut entzünden und hohe Flammen schlagen. Spezielle Grillschalen bieten Abhilfe. Von der Benutzung eines Föns zur Brandbeschleunigung ist unbedingt abzuraten, da starker Funkenflug entstehen kann, der besonders für die Augen gefährlich ist.

Sicherheit für kleine Nachwuchs-Grillmeister

Insbesondere Kinder zieht offenes Feuer magisch an. Wenn kleine Kinder in der Nähe spielen, sollte der Grill daher außer Reichweite sein. Durch den vorbildlichen, verantwortungsvollen Umgang mit dem Feuer und eine kindgerechte Aufklärung über mögliche Gefahren kann so manches Unglück verhindert werden.

Grillen mit einem Happy End

Solange sich Glut im Grill befindet, muss dieser unbedingt im Auge behalten werden. Auch wenn sich der fleißige Grillmeister nach getaner Arbeit selbst ein Würstchen gönnt, darf der Grill nicht unbeaufsichtigt sein. Freilaufende Hunde stellen ebenfalls eine Gefahr dar, da sie den Grill umstoßen können. Vorsicht ist auch bei der Entsorgung der Asche geboten: Scheinbar erloschene Glut, die mit bloßen Händen berührt wird, kann zu schweren Verbrennungen führen. Daher nur völlig erkaltete Asche in einem feuerfesten Behältnis entsorgen und vorher vorsichtig mit Wasser ablöschen.

Erste-Hilfe-Tipps für den Ernstfall:

  • Leichte bis mittelschwere Verbrennungen mindestens 15 Minuten mit kaltem Wasser kühlen. Keine Eisbeutel verwenden, da starke Kälte zusätzliche Gewebeschäden hervorrufen kann.

  • Schwere Verbrennungen sind ein Fall für den Notarzt. Finger weg von Hausmitteln wie Quark, Mehl oder Butter! Lebensmittel enthalten oft Keime, die zu gefährlichen Infektionen führen können. Die offenen Brandwunden mit einem sterilen Tuch aus dem Verbandskasten abdecken.

  • Wenn die Kleidung von Umstehenden Feuer gefangen hat, den Geschädigten mit einer Decke (keine Kunstfaser) abdecken um die Flammen zu ersticken.

Was man auch wissen sollte: Da Grillen ein Freizeitvergnügen ist, kommt die gesetzliche Unfallversicherung nicht für die finanziellen Folgen eines Unfalls auf. Für Schäden, die anderen durch ein Malheur beim Grillen zugefügt werden, kann man jedoch seine private Haftpflichtversicherung in Anspruch nehmen.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: AXA Customer Care GmbH

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