Freitag, 21. November 2014
Sie sind hier:  Themen-Fenster Ratgeber > Hausputz:...
 

Weniger ist manchmal mehr

Hausputz: Gesundheitsgefahren in Haushaltsreinigern

Putzmittel-SprühflascheDem einen macht putzen mehr, dem anderen weniger Spaß. Die Zahl der Putzmittel in deutschen Haushalten übersteigt aber fast immer das nötige und auch gesunde Maß. Denn nicht wenige dieser Reiniger enthalten potenziell gesundheitsschädigende Substanzen. Sie können daher mehr schaden als nutzen. Man sollte sein "Waffenarsenal gegen den Dreck" also nicht ständig aufstocken - sondern eher mal ausmisten.

Nur vier Grundreinigungsmittel für den Haushalt reichen aus

Ob fest gebrannter Bratensaft im Backofen, Fettflecke auf dem Wollpullover oder Straßenmatsch im Teppichboden - für jeden dieser Schmutz-Fälle gibt es spezielle Mittel, die schnell und gründlich säubern sollen. Aber nicht immer sind chemische Spezialreiniger nötig und empfohlen. Im Gegenteil, viele davon enthalten gesundheitsgefährdende Stoffe.

Auch wer auf absolute Sauberkeit im Haus achtet, kann mit nur wenigen Putzmitteln dafür sorgen und so Gesundheitsrisiken wie beispielsweise Allergien, minimieren.

Hier die vier wichtigen Haushaltsreiniger für den Hausputz:

  • für Fußböden, Fliesen und Oberflächen: neutrale, schwach alkalische und lösungsmittelfreie Allzweckreiniger

  • für hartnäckigen Schmutz im Bad: Scheuermilch

  • für leichte Verschmutzungen und zur Reinigung der Fenster: Spülmittel

  • zum Entkalken: Haushaltsessig oder Zitronensäure zum Entkalken.

Der Einsatz von Desinfektionsmitteln und Spezialreinigern, beispielsweise für Backofen, Fenster und Toilette, sind im normalen Haushalt grundsätzlich überflüssig.

Potenzielle Gefahren in vielen Putzmitteln

Die vielen verschiedenen Reiniger, die im Handel erhältlich sind und täglich in Haushalten verwendet werden, enthalten unter anderem Tenside, Enthärter, Bleichmittel, optische Aufheller, Salze, Alkohol, Konservierungsstoffe, Lösemittel, Farb- und Duftstoffe, manche auch Desinfektionsmittel.

Immer mehr Menschen reagieren empfindlich auf einige der Bestandteile: Nickel und Chrom in Waschmitteln, Natriumhypochlorid in Fleckenwasser oder Konservierungsmittel in Reinigern können Allergien verursachen. Alkohol, beispielsweise in Fensterreinigern, entfettet die Haut und macht sie angreifbarer für Bakterien.

Einige Hinweise zu Haushaltsreinigern unter Gesundheitsaspekten:

  • Allzweckreiniger oder Scheuermittel:
    Die Anwendung von Tensiden und Laugen in diesen Putzmitteln hat bei vorschriftsmäßigem Gebrauch in der Regel keine gesundheitlichen Folgen.

  • Abfluss- oder Rohrreiniger:
    Enthalten diese beispielsweise Natronlauge, können ätzende Substanzen entstehen. Mögliche Folgen sind Verätzungen der Augen und der Haut.

  • Backofenspray:
    Die Inhaltsstoffe, zu denen unter anderem ebenfalls Natronlauge, Tenside und Lösungsmittel gehören, können zu Reizungen an Händen und Augen führen.

  • Entkalker:
    Diese Haushaltsreiniger enthalten unter anderem Ameisensäure, die Erbrechen, Husten und Verätzungen hervorrufen können, bei oraler Aufnahme sind Kreislaufkollaps sowie Schäden von Knochenmark und Nieren möglich.

  • Fleckenentferner oder Fußbodenreiniger:
    Durch chlorierte Lösungsmittel in diesen Reinigungsmitteln sind bei längerem Einatmen über die Lunge Leber-, Nieren- und Nervenschäden möglich.

  • Lederspray:
    Darin enthaltene Lösungsmittel können zu Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Atembeschwerden, Schädigung der Lungenbläschen und sogar Kollaps führen. Am besten daher nur im Freien verwenden.

  • WC-Reiniger:
    Der Chlorgehalt in diesen Mitteln kann durch das Einatmen Lungenschäden nach sich ziehen. Bei gleichzeitigem Gebrauch von Reinigern auf Säurebasis bildet sich in einer chemischen Reaktion Chlorgas. Das kann lebensgefährlich sein.

  • Waschmittel:
    Tenside, Bleichmittel, Phosphate und Füllstoffe können zu Hautreizungen führen. Vorsicht: Wird Waschmittel, besonders Flüssigwaschmittel, geschluckt (Kinder), kann es zu lebensgefährlichen Vergiftungen kommen!


Fazit: Oft sind die flüssigen Mittel oder Putzhilfen in Pulverform eine Belastung für Gesundheit und Umwelt. Je spezieller das Reinigungsmittel, umso mehr Schadstoffe sind meist darin enthalten. Für den bewussten Verbraucher heißt das beim Hausputz: Weniger ist mehr!



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: DGK

Schriftgröße ändern:
  • groß
  • mittel
  • normal
Kostenloser Newsletter:
Abonnieren Sie hier die
E-Mail-Nachrichten von serviceseiten50plus!
Kostenloser Newsletter
Eingang zum Club50plus
Nutzername:
Passwort:

Passwort vergessen?

Hier kostenfrei Mitglied werden!