Freitag, 14. Dezember 2018
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Ungewaschene Kleidung ist besonders gefährdet

Kleidermotten: Vorbeugung und wirksame Bekämpfung

KleidermotteWenn der Winter kommt, wird es allmählich wieder eng im Schrank. Die warmen Kleidungsstücke brauchen Platz. Wer seine Sommerkleidung bis zur nächsten Wärmeperiode zwischenlagern und unbeschadet im Frühjahr wieder auspacken möchte, sollte einige Tipps beachten, um mottenfrei über den Winter zu kommen.

Vor allem Kleidung aus tierischen Fasern muss sorgfältig weggepackt werden. Denn sonst drohen Fraßschäden durch diesen kleinen Nachtfalter, der weltweit anzutreffen ist: die Kleidermotte Tineola bisselliella. Besonders nahrhaft für Kleidermotten sind Lieblingspullis und andere Kleidungsstücke, wenn sie noch mit Hautschuppen, Haaren und Speiseresten "garniert" sind. Der Geruch gebrauchter Kleidung zieht Motten magisch an.

In der Natur leben die Larven in Tierbehausungen, wo sie sich von Haaren oder Federn ernähren. Doch auch ein modischer Mohairpullover im wohltemperierten Haus wird vom Mottenachwuchs gern als Nahrungsquelle genutzt. Die erwachsenen Falter fliegen nur nachts oder in der Dämmerung. So wird ihre Anwesenheit oft kaum bemerkt. Mottenbefall erkennt man daher meist erst, wenn es zu spät ist, entweder an kleinen unregelmäßigen Löchern in den Kleidungsstücken oder an den Gespinsten der Larven.

Vorbeugung gegen Mottenbefall - die wichtigsten Tipps:


Waschen
Kleidung sollte man immer gewaschen, gereinigt oder zumindest gut gelüftet ins Winterquartier bringen.

Einpacken
Papier- oder Plastikbeutel halten das Ungeziefer fern.

Abschrecken
Bestimmte Düfte schrecken Motten ab. Das machen sich natürliche Mottenabwehrmittel aus Zedern-, Zirbelkiefer- oder Niembaumholz zu Nutze, die ätherische Öle enthalten. Ebenso kann Lavendel, das man in kleinen Stoffsäckchen in den Schrank legt, Motten abwehren. Den Geruch von Druckerschwärze mögen Motten ebenfalls nicht, deshalb ist auch das Einschlagen in Zeitungspapier ein altbewährtes Gegenmittel.

Kühl lagern
Auf einem kalten Dachboden ist die Kleidung am besten aufgehoben, denn Motten lieben Wärme.

Kontrollieren
Überprüfen Sie Ihre Kleider öfter und schauen Sie möglichst genau nach, ob sich nicht doch ein Übeltäter eingeschlichen hat.


Wirksame Methode bei Befall: Bekämpfung mit natürlichen Feinden

Besteht trotz aller Schutzvorkehrungen der Verdacht auf Mottenbefall, hilft der Gebrauch von Fliegenspray und eine gründliche Reinigung des Schrankes. Da Wolltextilien keine heißen Waschtemperaturen vertragen, sollten sie ausgeschüttelt und dann für eine Woche in der Tiefkühltruhe gelagert werden.


Doch wie bekommt man Motten bei stärkerem Befall aus der Wohnung heraus? Pheromonfallen, die die Männchen anlocken, sind nur dort sinnvoll, wo die Fenster geschlossen bleiben. Denn die Fallen locken sonst weitere Mottenmännchen von draußen an.

Eine viel wirkungsvollere biologische Maßnahme ist der Einsatz von Schlupfwespen. Sie legen ihre Eier auf Motteneiern ab. Wenn die Larven dann nach kurzer Zeit schlüpfen, fressen sie die Motteneier auf. Im Handel gibt einfach anzuwendende Papierkärtchen mit Eiern der Schlupfwespenart Trichogramma evanescens. Die Nützlinge sind nur etwa 0,3 Millimeter klein und mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Beim Einsatz dieser natürlichen Feinde der Motten können sich bequem zurücklehnen: Denn die Arbeit verrichten die winzigen Helfer mit großer Wirkung.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: DGK

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