Donnerstag, 17. April 2014
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Der richtige Sonnenschutz

Worauf man bei Sonnencremes achten sollte

Beine am StrandOb im Urlaub oder in der Freizeit zu Hause: Für viele Menschen bedeutet das Sonnenbaden Erholung pur. Aber auch in manchen Berufen oder bei der Gartenarbeit ist man mitunter für mehrere Stunden der prallen Sonne ausgesetzt. Zu viel intensive Sonnenbestrahlung ist jedoch schlecht für unsere Haut. Einige Tipps zeigen, worauf man beim Sonnenschutz und dem Kauf einer Sonnencreme achten sollte.

Ein Sonnenbrand als akuter Schaden kann schon nach einmaliger zu hoher UV-Belastung auftreten. Gefährlicher sind die chronischen Schäden, die nach häufiger UV-Exposition unter Umständen erst nach Jahren sichtbar werden. Sie führen beispielsweise zu vorzeitiger Hautalterung oder im schlimmsten Fall und immer häufiger auch zu Hautkrebs.

Arbeitspausen im Schatten verbringen

Aus medizinischer Sicht sollten daher bei Personen, die sich lange im Freien aufhalten, Sonnensegel, Sonnenschirme und mobile Überdachungen eingesetzt werden. "Pausen sollten im Schatten stattfinden, die Arbeitszeit, wenn möglich, auf morgens vorverlegt oder am späten Nachmittag erledigt werden, damit die Mittagssonne nicht auf die Haut brennt", erklärt Dr. Wiete Schramm, Gesundheitsexpertin beim TÜV Rheinland. Als persönliche Schutzmaßnahmen bieten sich das Tragen von geeigneter Kleidung, Kopfbedeckung, UV-Schutzbrillen und die Verwendung von Sonnenschutzmitteln an.

Bei Sonnencreme auf UVA- und UVB-Schutz achten

Beim Kauf von Sonnencreme ist es wichtig, dass sie immer gegen UVA- und UVB-Strahlen wirksam ist - zu erkennen durch UV-A in einem Kreis. Es hängt vom Hauttyp ab, wie lange sich jemand ungeschützt in der Sonne aufhalten kann, ohne dass die Haut sich rötet. In Mitteleuropa unterscheidet man vier Hauttypen - vom keltischen Typ mit sehr heller, blasser Haut, die nur eine Eigenschutzzeit von drei bis zehn Minuten besitzt, bis zum mediterranen Typ mit dunkler Haut, die bis zu 45 Minuten unbeschadet in der Sonne aushalten kann.

Um wie viel eine Sonnencreme diesen natürlichen Schutz verstärkt, gibt ihr Lichtschutzfaktor an. "Wichtig ist es, die Sonnencreme in ausreichender Menge, nämlich etwa zwei Milligramm pro Quadratzentimeter Haut, gleichmäßig aufzutragen und auch tückische Stellen wie die Ohren nicht zu vergessen", sagt Dr. Wiete Schramm. Mehrfaches Auftragen erhöht aber nicht den Lichtschutzfaktor, und erhöht also auch nicht die Schutzzeit. Wer sich jedoch zwischen dem Sonnenbaden in Pool, Meer oder unter der Gartendusche abkühlen möchte, sollte anschließend immer nachcremen. Denn es gibt keine Sonnencreme, die zu 100 Prozent wasserfest ist.

Was ist besser: Sonnencreme, Sonnenmilch, Gel oder Spray?

Noch immer ist Sonnenmilch das in Deutschland von Verbrauchern am meisten gekaufte Sonnenschutzmittel. Aber, so die Stiftung Warentest, für welche Darreichungsform man sich entscheidet, sollte man von den persönlichen Vorlieben abhängig machen. Denn in der wichtigsten Eigenschaft, dem Sonnenschutz, unterscheiden sich die verschiedenen Produktformen nicht voneinander. Nur zur gleichzeitigen Feuchtigkeitspflege der Haut ist Sonnenmilch oft besser geeignet.

Und übrigens, auch das zeigte ein Test der Stiftung im Juli 2013, sind die günstigen Produkte oft besser als die teuren!

Sonne ist gesund und lebensnotwendig - aber in der richtigen Dosis

Auch wenn immer vor der Sonne gewarnt wird, in passendem Maße ist sie sehr wichtig für den menschlichen Organismus. Sonnen-Abstinenz kann zu Vitamin D-Mangel führen. Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Müdigkeit, Muskelkrämpfe, Gliederschmerzen, Osteoporose sind mögliche Folgen. Vitamin D spielt eine besonders wichtige Rolle für die Stabilität der Knochen - gerade auch bei älteren Menschen.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: TÜV Rheinland / Stiftung Warentest

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