Samstag, 22. September 2018
Sie sind hier:  Themen-Fenster Ratgeber > Nachtfehlsicht:...
 

Viele Senioren sollten im Dunkeln nciht mehr Autofahren

Nachtfehlsicht: Sehvermögen wird häufig überschätzt

Durch schlechte Sicht bei Fahrten im Dunkeln kommt es zu vielen Unfällen. Nachtfehlsicht tritt besonders häufig bei Senioren auf. Nasse, spiegelnde Straßen, diffuses Licht, Regen, Schnee oder Nebel sorgen für schlechte Straßen- und Sichtverhältnisse. Wer ohnehin nicht so gut sieht, für den wird das Autofahren dann schnell zur Blindfahrt.

Man geht davon aus, dass etwa ein Drittel der Autofahrer mit unzureichender Sehschärfe unterwegs ist. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft - die wissenschaftliche Gesellschaft der Augenärzte - nimmt an, dass durch Nachtfehlsicht genauso viele Unfälle verursacht werden, wie durch Alkohol am Steuer.


Besonders für ältere Menschen gilt: Auch wer tagsüber keine Sehhilfe braucht, kann nachts Probleme bekommen, gegen die man etwas tun sollte.

Nachtsehen bei älteren Menschen

Leider sieht der Mensch nachts ohnehin nicht besonders gut. Und dann lässt das Sehvermögen mit zunehmendem Alter auch noch nach, vor allem das Dämmerungs- und Nachtsehen. Oft ist am Tag noch die volle Sehleistung da, doch sobald die Dämmerung einsetzt, machen die starken Hell-Dunkel-Unterschiede dem Auge zu schaffen, zum Beispiel falsch eingestellte Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge. Das bedeutet: Auch wer tagsüber keine Sehhilfe braucht, kann nachts Probleme bekommen. Beim Autofahren in der Dämmerung und bei Dunkelheit werden bereits gesunde Augen bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit beansprucht.

Diesen Alterungs-Prozess, der das Sehen in der Dunkelheit immer schwieriger werden lässt, kann man - im Gegensatz zu den meisten anderen Fehlsichtigkeiten - nicht korrigieren oder ausgleichen. Laut ADAC ist jeder zweite über 70-Jährige wegen erhöhter Blendempfindlichkeit nicht mehr zum Fahren bei Dunkelheit befähigt. Da sich die Augen schleichend verschlechtern, ist das vielen Autofahrern gar nicht bewusst. Vor allem ältere Fahrer überschätzen ihr Sehvermögen, wie die Bundesanstalt für Straßenwesen herausgefunden hat.

Anzeichen für Nachtblindheit

Wer nachts leicht vom Licht des Gegenverkehrs irritiert wird, immer näher an das Lenkrad rutscht und Wegweiser oder Verkehrszeichen im Scheinwerferlicht nur noch unscharf erkennt, ist sehr wahrscheinlich nachtblind. Vor allem bei Kurzsichtigen tritt Nachtblindheit häufiger auf. Es gibt eine angeborene oder erworbene Nachtblindheit (Nyktalopie). Die angeborene Nachtblindheit wird vererbt, die erworbene kann durch Vitamin-A-Mangel oder verschiedene Augenerkrankungen verursacht sein. Auch der graue Star führt oft zu Nachtblindheit, er kann durch eine Operation erfolgreich behoben werden. Wer unter Nachtblindheit leidet, sollte seinen Augenarzt darauf ansprechen, um die therapeutischen Möglichkeiten zu prüfen.

So fährt man auf der sicheren Seite

Das Deutsche Grüne Kreuz rät: Sicher und gut fährt, wer nicht nur sein Auto alle zwei Jahre überprüfen lässt, sondern auch seine Augen. Einen Sehtest kann man beim Augenarzt oder Augenoptiker machen lassen. Wenn sich die schlechte Nachtsicht nicht beheben lässt, sollte man seinen Tagesablauf so planen, dass man in der Dunkelheit nicht mehr ans Steuer muss.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -

- Quelle und © Foto: DGK

Schriftgröße ändern:
  • groß
  • mittel
  • normal
Kostenloser Newsletter:
Abonnieren Sie hier die
E-Mail-Nachrichten von serviceseiten50plus!
Kostenloser Newsletter
Eingang zum Club50plus
Nutzername:
Passwort:

Passwort vergessen?

Hier kostenfrei Mitglied werden!