Broschüre: Wenn die Seele krank ist
Psychotherapie nützt auch im höheren Lebensalter
Viele ältere Menschen mit anhaltenden seelischen Problemen reden mit niemandem darüber und bleiben mit ihren Problemen allein, weil auch behandelnde Ärzte diese nicht erkennen. Stattdessen wird gerade älteren Patienten häufig die Einnahme von Antidepressiva verordnet - oft, ohne dass eine Depression festgestellt wurde. Was Ältere meist nicht wissen: Eine Psychotherapie ist bei verschiedenen psychischen Leiden auch im höheren Alter hilfreich - und besser als die ungezielte Einnahme von Psychopharmaka.
Nützliche Informationen zum Thema psychische Erkrankungen im fortgeschrittenen Alter bietet eine kostenlose Broschüre mit dem Titel "Wenn die Seele krank ist - Psychotherapie im höheren Lebensalter".
Neben praktischen Beispielen beschreibt die Publikation verschiedene Krankheitsbilder wie Depression, Angststörungen, Schlafstörungen oder Suchterkrankungen und informiert über entsprechende Hilfsangebote. Herausgeber der Broschüre ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. in Zusammenarbeit mit der Deutschen Psychotherapeuten-Vereinigung e.V.
Ältere sprechen oft nicht über psychische Probleme
Ältere Menschen haben oft eine größere Scheu, psychische Probleme wie Depressionen und Angststörungen beim Arzt oder gegenüber Angehörigen anzusprechen, als jüngere. Sie sind in einer Zeit aufgewachsen, in der psychische Krankheiten mit Schwäche oder mit "Verrückt-Sein" gleichgesetzt worden sind. Wer von psychischen Krankheiten betroffen war, konnte sich niemandem anvertrauen und musste sein Leid mit sich selbst ausmachen.
Daher ist es verständlich, dass viele Ältere nicht von sich aus über ihr Problem sprechen, wenn sie selbst nicht, beispielsweise vom Hausarzt, darauf angesprochen werden. Viel zu häufig erkennt jedoch selbst der Hausarzt die Signale des Patienten nicht als Hinweise auf eine psychische Störung, und viel zu schnell werden Psychopharmaka verschrieben. Wenn das Wartezimmer voll ist, hat ein Arzt oft auch einfach nicht ausreichend Zeit, sich eingehend mit dem Patienten zu befassen.
Ältere erhalten statt Psychotherapie oft nur Medikamente
Einer Untersuchung der Gmünder Ersatzkasse zufolge nimmt spätestens ab 60 Jahren die Häufigkeit von Psychotherapien steil ab. Von Menschen ab 75 Jahren werden diese kaum noch in Anspruch genommen - und das, obwohl Psychotherapien auch im höheren Alter wirksam sind.
Stattdessen steigt die Verschreibung von Antidepressiva bei älteren Patienten stark an: Fast jede vierte 80-jährige Frau erhält eines dieser Medikamente, in der Mehrzahl der Fälle, ohne dass eine Depression diagnostiziert worden ist. Das heißt, eine fachgerechte Versorgung von älteren Menschen mit psychischen Problemen ist auch heute immer noch nicht gewährleistet.
Bei seelischer Belastung hilft Psychotherapie auch im Alter
Konflikte und Belastungen gehören zum Leben. So verfügen gerade ältere Menschen über viele positive Lebenserfahrungen und Bewältigungsstrategien, die ihnen über Probleme hinweg helfen können. Man weiß, Gefühle wie innere Unruhe oder Anspannung, Niedergeschlagenheit, Nervosität und Angst treten auf und gehen auch wieder vorüber. Und eine schlaflose Nacht kennt jeder.
Wenn jedoch diese Gefühle oder Störungen so belastend werden, dass sie das Leben eines Menschen nachhaltig überschatten, wenn alle eigenen Bemühungen, die Probleme selbst oder mit Hilfe der Familie oder der Freunde zu lösen, zu nichts geführt haben, dann ist eine psychotherapeutische Behandlung auf jeden Fall sinnvoll.
Übrigens kann man auch als gesetzlich Versicherter direkt einen Psychotherapeuten aufsuchen. Ein Überweisung durch den Hausarzt oder einen Neurologen ist nicht erforderlich. Statt einer ärztlichen Überweisung muss dort dann die Praxisgebühr entrichtet werden.
Bezugsquellen Ratgeber Psychotherapie für Ältere
Sie erhalten die kostenlose Broschüre "Wenn die Seele krank ist - Psychotherapie im höheren Lebensalter" wie folgt:
Hier finden Sie die Broschüre im Internet ...
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Bundesarbeitsgemeinschaft der
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- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle. BAGSO




