Samstag, 15. Dezember 2018
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Sommer, Sonne, Achselschweiß

So wirken Deos gegen Nässe und Geruch

verschiedene Deo-TypenZwei bis vier Millionen Schweißdrüsen sorgen bei Hitze und körperlicher Anstrengung für Achselnässe und "Salz auf unserer Haut".

Schwitzen ist gesund, wird aber heutzutage nur noch in der Sauna geduldet. Selbst im Fitness-Studio soll es auf keinen Fall nach Schweiß riechen. Darum greifen viele Menschen zum Deodorant.
Doch wie wirken die handelsüblichen Produkte gegen Nässe und Geruch in der Achselhöhle?

Das gängige Vorurteil zur Deos: Die kleinen Helfer überlagern den schwitzigen Geruch lediglich mit starkem Duft. Diese Annahme ist falsch. In den meisten Deos stecken zwei Wirkstoffkomponenten: antibakterielle Substanzen und Schweißhemmer.

Antibakterielle Substanzen

Der typische Schweißgeruch entsteht erst, wenn sich Bakterien an die Zersetzung des Sekrets machen. Daher sind antibakterielle Wirkstoffe in fast jedem Deodorant (lateinisch für "Entriecher") zu finden. Dabei kann es sich um pflanzliche Wirkstoffe handeln, zum Beispiel aus Salbei, aber auch um Substanzen wie etwa das umstrittene Triclosan. Dieser "Bakterienkiller" ist nicht für den täglichen Gebrauch geeignet, denn er steht im Verdacht, Bakterien gegen Antibiotika resistent zu machen.

Weniger aggressiv ist die antibakterielle Wirkung von Alkoholen, die in vielen Deos enthalten sind. Für Menschen mit empfindlicher oder frisch rasierter Haut, die solche Deos nicht gut vertragen, gibt es mittlerweile fast ebenso viele Produkte, die ohne Alkohol auskommen. Einige enthalten stattdessen sogenannte Enzymhemmer (zum Beispiel Triethylcitrat), die den Bakterien die Zersetzungsarbeit erschweren.

Hemmende Wirkstoffe

Eine zweite Wirkstoffgruppe, ebenfalls in den meisten Deos zu finden, kämpft nicht gegen die Bakterien selbst, sondern sorgt dafür, dass diese nichts zu tun bekommen:  Antitranspirante hemmen die Schweißbildung, indem sie die Poren der Schweißdrüsen verengen. Für diesen "Job" bewährt haben sich verschiedene Aluminiumverbindungen. Je nach Zusammensetzung reduzieren sie die Schweißmenge mehr oder weniger stark. Die Verträglichkeit ist individuell sehr verschieden. Aluminiumsulfate (zum Beispiel Alaun in Kristall-Deos) gelten als sanfter, während es gegen Aluminiumsalze (zum Beispiel: Aluminiumchlorid-Hexahydrat) Bedenken wegen möglicher Hautreizungen gibt.

Hilfe bei starkem Schwitzen

Für Menschen, die unter starker Schweißbildung leiden, gibt es in der Apotheke Antitranspirante mit einem deutlich höheren Anteil an Aluminiumsalzen als herkömmliche Deos. Einige davon sind nicht für den dauerhaften, täglichen Gebrauch bestimmt, sondern sollten wie eine Kur angewendet werden. Also unbedingt Packungsbeilage und Hinweise vom Apotheker beachten!

Wer unter krankhafter übermäßiger Schweißproduktion (Hyperhidrose) leidet, sollte die Gründe vom Arzt abklären lassen. Diese können sowohl organischer als auch psychischer Natur sein, mögliche Ursachen sind Übergewicht, Störungen im Hormonhaushalt, genetische Veranlagung oder neurologische Erkrankungen.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
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Quelle DGK / © Foto: Andrea Ulrich 

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