Freitag, 15. Dezember 2017
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Regeln für einen gastronomischen Brauch

Wie viel Trinkgeld man im Restaurant geben soll

gedeckte Tische im RestaurantZuvorkommender Service und eine gute Küche sind die Leistungen, die im Restaurant üblicherweise mit einem angemessenen Trinkgeld anerkannt werden. Gute Arbeit sollte auch hier belohnt werden.

Doch wie viel Euro sollten es sein? Und was, wenn das Essen nicht schmeckt und der Kellner eher unhöflich bedient?

Der Restaurantführer Bookatable hat die wichtigsten Trinkgeld-Regeln für die Gastronomie zusammengetragen und sagt, wie, wann und in welcher Höhe ein Trinkgeld angemessen ist.




Mit der "Zehn-Prozent-Regel" auf der sicheren Seite

Wer sich an der Höhe der Rechnung orientiert und etwa zehn Prozent dieser Summe für sein Trinkgeld ansetzt, ist prinzipiell gut beraten. Bei einer Gastronomen-Umfrage von Bookatable gaben die meisten befragten Restaurantbesitzer an, dass gut drei Viertel ihrer Gäste zwischen sieben und zehn Prozent Trinkgeld bezahlen. Ausnahme: Bei Rechnungen über 100 Euro sinkt der gängige Prozentsatz. Dann reichen ungefähr fünf Prozent aus.

Unzufriedenheit darf sich im Trinkgeld widerspiegeln

Grundsätzlich gilt: Trinkgeld ist keine Pflicht! Wenn Service und Essen so gar nicht nach dem Geschmack des zahlenden Gastes waren, ist Kritik durchaus angebracht. Diese Kritik lässt sich sehr gut über das Trinkgeld ausdrücken - auch dann, wenn der Gast im schlimmsten Fall komplett auf dieses verzichtet. Wichtig: Zusätzlich sollte der Gast seine Kritikpunkte sachlich und ruhig gegenüber dem Kellner oder dem Gastronom vertreten.

Man muss nicht über Gebühr aufrunden

Jeder Restaurant-Gast kennt das: Die Rechnung beträgt 12,40 Euro, was oft dazu animiert, das Trinkgeld auf 14 Euro aufzurunden. Das kann zu viel sein und ist nicht zwingend notwendig. Eine solche Summe auf ungerade 13,60 Euro zu erhöhen, liegt immer noch innerhalb der Zehn-Prozent-Regel und ist eine ausreichende Anerkennung für Service und Essen.

Anerkennung wird nie mit Kreditkarte bezahlt

Restaurantgäste, die mit Kreditkarte zahlen, sollten immer darauf achten, das Trinkgeld in bar zur Rechnung zu legen. Der verständliche Hintergrund: So fallen keine Gebühren für den Restaurantbetreiber an und der volle Betrag geht an die Servicekraft, die sich diese Anerkennung verdient hat.

Kommt es dennoch vor, dass man sich ganz spontan entscheidet, gut und etwas teuerer essen zu gehen, ohne viel Bargeld in der Tasche zu haben, bleibt nichts anderes übrig, als das wahrscheinlich ebenfalls höhere Tinkgeld mit Kreditkarte oder EC-Karte zu zahlen. Spezielle Tipps dazu gibt der Ratgeber "Wie viel Trinkgeld geben?" des Urlaubsportals holidayinsider.com.

Trinkgeld persönlich übergeben

Viele Gäste lassen das Trinkgeld für ihren Kellner auf dem Tisch legen und verlassen anschließend das Restaurant. Das gilt als unhöflich. Denn: Jedes Trinkgeld ist eine persönliche Anerkennung für die geleistete Arbeit und sollte auch ebenso übergeben werden - von einem freundlichen "Dankeschön" begleitet.

Für Geschäftsleute gilt: Immer ohne Quittung!

Viele Geschäftsleute setzen die Kosten für ein Mittagessen steuerlich ab - ihr gutes Recht. Nur sollte in diesem Fall darauf verzichtet werden, eine spezielle Quittung auch für das Trinkgeld zu verlangen. Das erweckt den Eindruck, dass das Trinkgeld keine Anerkennung ist, sondern nur aus Eigennutz vergeben wird. Lösung: Auf jeder Bewirtungsquittung gibt es einen Platz, auf dem das Trinkgeld nachträglich eingetragen werden kann.


- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: Bookatable / Stammplatz / holiday.com

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