Montag, 22. Januar 2018
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Gesundheit tanken in Deutschland

Urlaub am Meer: Besser Nordsee oder Ostsee?

Strandkörbe an der OstseeSeit Jahrhunderten weiß man: Aufenthalte an der See sind gesund. In Deutschland stellt sich Erholungssuchenden dabei die Frage: Nordsee oder Ostsee? - Beide Küsten bieten viele Möglichkeiten, um von der heilsamen Wirkung des Meeres zu profitieren oder nach einem Aufenthalt an der frischen Luft gemütlich zu entspannen. Doch bestimmte gesundheitliche Effekte sind an Nord- und Ostsee unterschiedlich stark ausgeprägt.

Gesunde Schonfaktoren und Reizfaktoren an beiden Küsten

Bei Aufenthalten an Küsten wirken sich generell sowohl Schon- und als auch Reizfaktoren günstig auf den menschlichen Körper aus. Schonfaktoren sind zum Beispiel die schadstoff- und allergenarme Luft, die Pollenarmut sowie die geringere Hitze und Schwüle an der See. Sie entlasten den Organismus. Zu den Reizfaktoren gehören die erhöhte UV-Strahlung sowie der Wind, der die Durchblutung der Haut anregt.

Die Luft an den deutschen Nordseeküsten enthält noch weniger Allergene als die an der Ostsee. Das liegt vor allem daran, das der Wind an der Nordsee meistens aus Nordwest bis Südwest kommt - eine wichtige Voraussetzung für allergenfreiere Luft. Andererseits sind die Reizwirkungen an der Nordsee intensiver - hervorgerufen durch Windstärke, Wellengang und den Salzgehalt von Wasser und Luft. "Die Reizwirkungen von Nord- und Ostsee verhalten sich zueinander ungefähr wie Hoch- zu Mittel-Gebirgsklima", fasst Dr. Friedhart Raschke zusammen, der auf Norderney das Institut für Rehaforschung leitet und seit 20 Jahren auf dem Gebiet der Thalasso-Therapie tätig ist.

Ostsee und Nordsee für verschiedene Erholungstypen und Krankheiten

Aus den wesentlichen Unterschieden zwischen Nordsee und Ostsee ergeben sich gezielte Empfehlungen für Therapieaufenthalte oder Erholungstourismus. Für Patienten mit Bluthochdruck sind zum Beispiel Aufenthalte an der Ostsee viel förderlicher als ein Nordsee-Urlaub. Dagegen können Hauterkrankungen erfolgreicher an der Nordsee behandelt werden. "Windempfindliche Wärmetypen sind an der Ostsee gut aufgehoben, während Liebhaber von Wind und Wetter besser an die Nordsee fahren", weiß Friedhart Raschke.

Allen deutschen Seebädern gemein ist ihre günstige Wirkung auf die Gesundheit, und zwar zu jeder Jahreszeit. Neben seit langem bekannten medizinischen Leiden wie Asthma, Bronchitis, Neurodermitis oder Schuppenflechte gibt auch immer mehr „neue“ Krankheiten, bei denen eine sogenannte „Thalasso-Therapie“ helfen kann – also die Behandlung mit kaltem oder erwärmtem Meerwasser, Meeresluft, Sonne, Algen, Schlick und Sand. Dazu gehören beispielsweise Erschöpfungszustände, Burn-out, Schlafstörungen oder Diabetes.


"Dass Thalasso-Kuren medizinisch wirksam sind, ist wissenschaftlich erwiesen und seit Jahrhunderten erprobt", erklärt Peter Wettstein, Kurdirektor auf Langeoog und Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Seebäder, die mit ihren Aktivitäten das Bewusstsein für die heilsamen Effekte des Meeres fördern will.


- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle u. Foto: Arbeitsgemeinschaft der deutschen Seebäder / Wikipedia

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