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Montag, 21. Mai 2012
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Tipps für Urlaub mit dem Vierbeiner

Reisen mit Hund: Neue Chip-Pflicht in EU-Ländern

Hund in St. TropezSeit 2004 ist für Hunde bei Reisen innerhalb von EU-Ländern ein Heimtierpass sowie eine gültige Tollwutimpfung erforderlich, außerdem eine eindeutige Kennzeichnung, die übergangsweise auch als Tätowierung möglich war. Da diese mit der Zeit verblassen und unleserlich werden kann, ist ab 3. Juli 2011 stattdessen ein vom Tierarzt unter die Haut gesetzter Transponder-Chip vorgeschrieben.

Beim Tierarzt fallen für das Chippen eines Hundes Kosten von rund 30 bis 80 Euro an. Ausnahmen für die neue Transponder-Pflicht sind die Länder Finnland, Schweden, Großbritannien, Irland und Malta, in denen die Übergangsfrist bis zum Jahresende 2011 ausgeweitet wurde. Hier gelten zudem zusätzliche, spezielle Einreisebestimmungen.

Vor einer Reise beim Tierarzt informieren
"Die Reisebestimmungen für Hunde innerhalb der EU sind sehr komplex. Wer sich unsicher ist und mit seinem Vierbeiner auf Reisen gehen möchte, der sollte in jedem Fall einen Tierarzt aufsuchen und diesen über seine konkreten Reisepläne informieren", sagt Heimtierexpertin Birgitt Thiesmann bei der Tierschutzstoftung Vier Pfoten. "So ist auch sichergestellt, dass das Tier die erforderlichen Impfungen erhält."

Weitere Tipps für den Urlaub mit Hund
Eine sorgfältige Vorbereitung der Reise mit dem Hund schützt generell vor unliebsamen Überraschungen, nicht nur in punkto Einreiseregelungen.

"Vorab muss in jedem Fall geklärt werden, ob der Hund in der Unterkunft willkommen ist, ob es am Urlaubsort ausreichende Freilaufflächen gibt und was in die Reiseapotheke gehört. Im Mittelmeerraum grassieren einige Krankheiten, die für Hunde besonders gefährlich werden können, zum Beispiel Herzwürmer, Babesiose oder Leishmaniose", so die Heimtierexpertin.

Zudem ist die Wahl des Transportmittels von zentraler Bedeutung. Mit dem Flugzeug sollte nur in Ausnahmefällen gereist werden, um gesundheitliche Risiken und Stress für das Tier zu vermeiden. Für Hunde ist das Reisen mit dem Auto ideal: Die Pausen können frei gestaltet werden, die Umgebung ist dem Tier vertraut, und es gibt ausreichend Platz.

Vorsicht gilt jedoch auch bei der Reise mit dem Pkw: Um sowohl die Sicherheit des Hundehalters als auch die Sicherheit des Hundes zu gewährleisten, muss er gesichert sein - entweder durch einen speziellen Gurt, eine befestigte Transportkiste oder ein stabiles Hundenetz- oder Gitter. Wer keine Klimaanlage im Auto hat, sollte die Fahrtzeit mit dem Hund möglichst in die Morgen- und/oder Abendstunden legen. Der Vierbeiner sollte aber niemals unbeaufsichtigt im Auto zurückgelassen werden. "Schon bei frühlingshaften Temperaturen kann das Auto zum Backofen und damit zur tödlichen Falle für den Vierbeiner werden", erklärt Birgitt Thiesmann.


- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -

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