Entspannt in den Urlaub
Rechtzeitig an den Impfschutz denken
Nimmt man ein Haustier mit in den Urlaub, zückt man rechtzeitig den Impfpass und überprüft, ob der Impfschutz noch aktuell ist. Eine gültige Tollwut-Impfung ist für Tiere bei den meisten Reisen unerlässlich. Und was ist mit dem eigenen Impfschutz? Meist findet man das eigene Impfbuch längst nicht so schnell wie das vom Mieze oder Bello. Und hat man es dann herausgekramt, stellt man fest, dass Hund und Katze besser geschützt sind. Dabei ist es gar nicht so schwer!
Diphtherie, Tetanus & Co.
Nur alle zehn Jahre muss man an die Auffrischimpfungen gegen Diphtherie und Tetanus denken, immer sollte dabei auch der Schutz gegen Keuchhusten überprüft werden. Denn an Keuchhusten, auch Pertussis genannt, kann man mehrfach im Leben erkranken. Weit über 70 Prozent der Erkrankten sind heute älter als 15 Jahre, Tendenz steigend. Eine Impfung, gemeinsam mit der gegen Diphtherie und Tetanus, bietet Schutz für etwa zehn Jahre. Gegen Kinderlähmung muss man vier Impfungen im Laufe seines Lebens nachweisen können, nur dann ist der Schutz ausreichend. Eine Reise ist ein guter Anlass, den Impfschutz beim Arzt einmal prüfen zu lassen, auch wenn diese Impfungen natürlich keine Pflicht sind für die Reise. Die einzigen Pflichtimpfungen sind die Gelbfieber-Impfung und die Meningokokken-Impfung für Pilger nach Mekka.
Gelbfieber
Gelbfieber, nicht zu verwechseln mit Gelbsucht, wird durch Mücken übertragen und kann schwerste Krankheitssymptome auslösen, Einblutungen in die Haut, Leber- und Nierenversagen, Blutungen in verschiedenen Organen. Der Gelbfieber-Impfstoff darf nur in so genannten Gelbfieber-Impfstellen verabreicht werden. Die Gabe der Impfung wird durch ein Siegel in einer Extra-Seite des Impfpasses bestätigt. Gelbfieber kommt in Südamerika und Zentralafrika vor und kann immer wieder zu Ausbrüchen führen. Aber auch Länder, die frei von dieser Erkrankung sind - zum Beispiel in Asien - verlangen oftmals eine Bescheinigung bei der Einreise aus Gelbfiebergebieten. Sie verhindern mit dieser Maßnahme das Einschleppen des gefährlichen Virus. Bei Rundreisen, auch bei Kreuzfahrten, müssen die Einreisebestimmungen der Länder stets genau geprüft werden. Und rechtzeitig! Denn die Impfung muss mindestens zehn Tage vor Einreise gegeben worden sein.
Gelbsucht
Als Gelbsucht wird oftmals die Hepatitis A bezeichnet. Gemeinsam mit Gelbfieber hat sie lediglich das Wort "gelb" im Namen. Hepatitis A wird durch verunreinigte Nahrungsmittel, oft Muscheln oder ungenügend gegarte Meeresfrüchte, übertragen, aber auch durch Eiswürfel, Säfte und Salate. "Koch es, sied es, brat es oder vergiss es" heißt ein probates Mittel dagegen. Lass dich impfen, ein weiteres. Eine Impfung ca. 14 Tage vor der Abreise reicht für einen guten Schutz aus, nach 6 bis 18 Monaten gibt es eine Auffrischimpfung. Doch auch wer geimpft ist, sollte noch Vorsicht am Buffet walten lassen: Shigellen, Ämoben, Salmonellen und Co. drohen weiterhin. Und nur gegen 'Salmonalla typhi' kann man impfen. Diese Impfung wird besonders Trekkingreisenden empfohlen.
Weitere Informationen
Telefonischen Rat zu Impfungen bekommt man kostenlos in der Impfsprechstunde des Deutschen Grünen Kreuzes e. V. - jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr unter der Telefon-Nummer 06421/293-188. (Für das Telefonat fallen lediglich die normalen Tarife Ihres Telefonanbieters an.)
- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle Foto: Straumann GmbH





