Samstag, 28. November 2020
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Immergrüne mit dem gewissen Etwas

Duft und Farbe im Frühlingsgarten

Immergrüne Gehölze: SchneebälleImmergrüne Gehölze tragen dazu bei, dass der Garten das ganze Jahr über nicht trist und leer aussieht. Manche der Immergrünen beeindrucken im Frühling zusätzlich mit besonderen Eigenschaften wie duftenden Blüten oder rötlichem Blattaustrieb. Es lohnt sich deshalb, sich einmal im Fachhandel umzuschauen und zu sehen, welche Immergrünen Farbe oder Duft in den Frühlingsgarten bringen.

Würziger Frühlingsduft mit Schneebällen
Wer auf der Suche nach duftenden Pflanzen für seinen Frühlingsgarten ist, sollte unbedingt auf die Gruppe der Schneebälle (Viburnum) achten. Der deutsche Name geht auf die typischen Blütenstände zurück, die bei den meisten Viburnum-Arten ballförmig sind und aus vielen kleinen weißen Einzelblüten bestehen. Manche haben allerdings flache Blütenstände wie der heimische Schneeball, botanisch Viburnum opulus. Sie erinnern an die nostalgisch anmutenden Blütenstände mancher Hortensien. Auch in anderer Beziehung sind Schneebälle abwechslungsreicher, als es der deutsche Name vermuten lässt. Einige haben rosafarbene Blüten wie der oft schon im Winter blühende Viburnum bodnantense "Dawn". Dieser sommergrüne Zierstrauch duftet sehr intensiv.

Der im März und April blühende Oster-Schneeball "Mohawk" (Viburnum burkwoodii "Mohawk") duftet ebenfalls und er behält zudem seine Blätter auch im Winter. Seine Blüten verströmen einen sehr intensiven, würzigen Vanilleduft. Sie sind in der Knospe rosa, aufgeblüht rahmweiß und stehen so nah zusammen, dass sie dichte Blütenbälle bilden. "Mohawk" wächst langsam und erreicht eine Höhe von etwa 1,5 bis 2,5 Meter. Er ist auch im Herbst sehr interessant, wenn sich ein Teil der glänzend dunkelgrünen Blätter leuchtend orange bis rot färbt.

Immergrüne: LavendelheideSchattenglöckchen - bestens für Kübel und kleine Gärten
Die Lavendelheide (Pieris japonica), auch Schattenglöckchen genannt, ist eine immergrüne Schönheit, die aus den Bergwäldern Japans stammt. Die Art kann 2 bis 3 Meter hoch werden, doch es gibt viele Sorten, die kleiner bleiben und nur eine Höhe von 1 bis 1,5 Meter erreichen. Diese eignen sich mit ihrem kompakten Wuchs gut für Kübel, Innenhöfe oder kleine Gärten. Die Lavendelheide gedeiht am besten an einem halbschattigen bis schattigen, windgeschützten Standort auf humosem Boden. Die Pflanzen haben ähnliche Bodenansprüche wie die meisten Rhododendren. Wenn die Lavendelheide in Gefäße gepflanzt werden soll, kann man deshalb gut Rhododendronerde als Substrat verwenden. Durch das Einmischen dieser Spezialerde lässt sich auch die Pflanzstelle im Garten entsprechend verbessern.

Buntlaubige Lavendelheide - ein attraktiver Frühlingsblüher
Die Lavendelheide gehört genau wie Rhododendron, Erika und Preiselbeere zu den Heidekrautgewächsen (Ericaceae) - daher die Bezeichnung Heide. Der erste Teil des deutschen Namens führt jedoch in die Irre, denn die Lavendelheide ist nicht mit dem bekannten Lavendel verwandt. Es gibt aber eine Gemeinsamkeit, die den deutschen Namen erklärt: Beide haben längliche, mehr oder weniger schmale Blätter. Die Lavendelheide blüht je nach Sorte ab März oder April bis in den Mai hinein. Sie hat kleine, meistens weiße Glockenblüten, die dicht an dicht in 5 bis 10 Zentimeter langen Rispen stehen oder elegant über dem Laub hängen. Die Rispen mit den Blütenknospen erscheinen schon sehr früh und schmücken die Pflanzen bereits im Winter. Bei vielen Pieris bieten die jungen Blätter ein schönes Farbenspiel: Sie sind während des Austriebes rötlich gefärbt und vergrünen später.

Es gibt auch Pieris, deren Blätter das ganze Jahr über auffallen. Sie sind zweifarbig wie beispielsweise die Blätter der Sorte "Variegata", die etwa 1 Meter hoch wird, und die der kleineren "Variegata Nana". Ihre Blätter sind grün mit einem schönen, gelblichweißen Rand. Diese und andere buntlaubige Pieris bringen das ganze Jahr über Lichtreflexe in lichtarme Bereiche im Garten oder auf Balkon und Terrasse.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus -
- Quelle / Fotos: PdM

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