Freitag, 13. Dezember 2019
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Tipps fürs Pflanzen und Kochen

Echter Lavendel - vielseitig in Garten und Küche

Downderry Lavendel FeldViolette Blüten mit berauschendem Duft - so kennen und lieben wir Echten Lavendel. In Deutschland wird er immer beliebter, ob als kleines Lavendelfeld im Garten oder Kübelpflanze auf dem Balkon. In der Heilkunde und Parfümerieherstellung wird er seit Jahrhunderten wegen seiner wertvollen ätherischen Öle geschätzt. Aber auch Speisen verleiht er eine ganz besondere Note.

Erfahren Sie mehr zu Anbau und Pflege, sowie Verwendung von Lavendel in der Küche.


Lavendelpflanzen (Lavandula angustifolia) gehören zur Familie der Lippenblütler und besitzen schmale, lanzenförmige, leicht ledrige Blätter, die silbergrau schimmern und ihre typische graue Patina ausmachen. Die mehrjährigen Lavendel-Halbsträucher blühen je nach Sorte von Juni bis September und sind zumeist winterhart. Im Garten sind sie vielseitig einsetzbar. Ein Klassiker ist Lavendel im Landhausgarten - hier kommt er als kleine Hecke oder Einfassung gut zur Geltung. Aber auch in Beeten, vor allem in Kombination mit Rosen oder Stauden, macht er eine gute Figur. Sonnige Trockenmauern lassen sich mit seiner Hilfe problemlos in ein üppiges Blütenmeer verwandeln.

Vielseitiges Angebot an Lavendelpflanzen - nicht nur in Blau

Dank des in England gezüchteten Downderry Sortiments ist das Lavendel-Angebot in den letzten Jahren bei uns im Handel sehr vielseitig geworden. Es gibt nicht mehr nur die klassisch violett blühenden Sorten - das Farbspektrum reicht heute von Weiß bis Rosa, von Hellblau über Dunkelblau bis Lila.

‘Elizabeth‘ ist die größte unter den Downderries. Die Büsche wachsen straff aufrecht und erreichen eine Höhe von etwa 75 Zentimetern. Natürlich bietet das Downderry Sortiment auch eine reiche Auswahl an niedrigen Sorten, die sich auch hervorragend für eine Topfbepflanzung auf Balkon und Terrasse eignen - beispielsweise der Zwergstrauch ´Coconut Ice´, der nicht höher als 30 Zentimeter wird und sowohl weiße als auch rosa Blüten bildet.

Lavendel im Kübel auf dem BalkonWie man Lavendel richtig pflanzt

Lavendel ist eine recht pflegeleichte Pflanze. Allerdings sollte man darauf achten, für sie den richtigen Standort im Garten auszuwählen: Er sollte sonnig und möglichst windgeschützt sein - letzteres ist vor allem für die Überwinterung der Pflanzen wichtig. Die Erde ist im Idealfall nährstoffarm, trocken und sandig. Auf jeden Fall muss der Boden gut durchlässig sein, denn mit Staunässe kommt Lavendel nicht zurecht. Damit die Pflanzen gut gedeihen, ist es ratsam, ein- bis zweimal im Jahr etwas Gartenkalk unter die Erde zu mischen.

Lavendel kann das ganze Jahr über gepflanzt werden, vorausgesetzt es besteht keine Frostgefahr. In manchen Gegenden Deutschlands wartet man also zur Sicherheit, bis die so genannten Eisheiligen Mitte Mai vorbei sind. In der ersten Zeit nach der Pflanzung muss die Erde feucht gehalten werden, damit die jungen Pflanzen nicht vertrocknen. Vorzugsweise wässert man alle paar Tage gründlich, statt jeden Tag nur ein bisschen zu gießen.

Geschmackserlebnis: Lavendel in der Küche - herzhaft oder süß

Wer seinen Garten oder Balkon mit Lavendel schmückt, kann sich aber nicht nur an seiner Schönheit und dem Duft erfreuen. Auch als Küchenkraut ist die Pflanze sehr zu empfehlen. Probieren Sie es doch einfach mal aus!

Denn obwohl die mediterrane Küche bei den Deutschen seit Jahren die Beliebtheitsskala anführt, kommt Lavendel als Gewürz bei uns nur sehr selten zum Einsatz - und wenn, dann meist im getrockneten Zustand als Teil der Mischung „Kräuter der Provence". In Frankreich, Italien und Spanien dagegen darf das Kraut in keinem Gewürzregal fehlen.

Egal, ob in herzhaften oder süßen Speisen, Lavendel macht viele Gerichte zu einem ganz besonderen Geschmackserlebnis.

Lavendel zum Trocknen aufgehängtGetrockneter Lavendel als Würzkraut

Echter Lavendel hat ein herb-würziges, leicht bitteres Aroma und ähnelt geschmacklich etwas dem Rosmarin. Sowohl die frischen als auch die getrockneten Blüten und jungen Blätter lassen sich wunderbar für unterschiedliche Zwecke in der Küche verarbeiten. Zum Trocknen werden die Blütenstängel abgeschnitten und im Bund an einem schattigen luftigen Ort aufgehängt. Besonders lange hält sich das getrocknete Kraut mit seinem Aroma in einem luftdicht verschlossenen dunklen Glas mit Schraubverschluss.

Die Blatttriebe passen gut zu kräftigen Gerichten, beispielsweise zu Braten, Fisch und Eintöpfen. Gut schmeckt Lavendel auch zu Schimmelkäse, wie beispielsweise Roquefort, und zu Schafs- oder Ziegenkäse. Die duftenden Blüten geben Süßspeisen, Gebäck, Eis und Marmeladen eine liebliche Note.

Frischer Lavendel zum Aromatisieren von Zucker, Essig, Öl

Mit Essig, Öl, Salz und Zucker lässt sich der besondere Geschmack des Lavendels leicht einfangen und ganz einfach für die Verfeinerung vieler Speisen nutzen. Zum Aromatisieren von Zucker oder Salz werden Lavendelblüten damit gemischt und in ein Glas mit Schraubverschluss gefüllt. Nach zwei bis drei Wochen haben Salz oder Zucker den Geschmack angenommen und die Blüten können ausgesiebt werden. Will man Essig oder Öl ein mediterranes Note verpassen, gibt man frisch geschnittene Lavendelähren in Flaschen oder Einweckgläser und füllt diese mit der Flüssigkeit auf. Ideal ist es, wenn die Gefäße in den nächsten drei bis vier Wochen an einem dunklen Ort stehen.

Lavendelblüten zum Dekorieren von Gerichten

Wegen ihrer Farbe werden Lavendelblüten gerne zum Dekorieren von Gerichten verwendet. In diesem Fall benutzt man nicht den ganzen Blütenstand. Er ist zwar hübsch anzuschauen, aber doch recht holzig und kann daher nicht mitgegessen werden. Wenn auch noch die Kelchblätter von den Blüten entfernt werden, erhält man eine kleine schmackhafte Verzierung, die auf den Speisen dekorative Farbtupfer hinterlässt.

Der Grundsatz: Im Garten viel, in Speisen wenig

Während Lavendel im Garten besonders gut zur Geltung kommt, wenn er möglichst großflächig angepflanzt wird, sollte man ihn als Gewürz allerdings eher sparsam einsetzen. Schon ein bisschen zu viel vom eigenwilligen Aroma und das Gericht schmeckt nicht mehr mediterran, sondern seifig oder bitter. Wer aber einmal den Bogen raus und erkannt hat, welche Bereicherung Echter Lavendel für viele Speisen sein kann, möchte die Pflanze zukünftig ganz sicher weder im Garten oder auf dem Balkon noch in der Küche missen.


- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle und © Fotos: GPP/Downderry


Der serviceseiten50plus-Pflanztipp:

Vermehren von Lavendel mit einem einfachem Trick

Wer Lavendel vermehren, beispielsweise eine größere Fläche im Garten damit bepflanzen möchte, kann von Lavendelpflanzen einfach den oberen Teil wie einen Strauß abschneiden und diesen wieder an einer anderen Stelle einpflanzen.
(Tipp von unserem Club50plus-Mitglied Doris Sch. aus Köln, die diese Pflanzmethode in ihrem eigenen Garten anwendet.)

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