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Montag, 21. Mai 2012
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Ein Alleskönner, der stets der Sonne folgt

Keine Blume wie jede andere - die Sonnenblume

Sonnenblumen-FeldWie Tomate, Kartoffel und Dahlie stammt auch die Sonnenblume aus Amerika und kam mit den spanischen Eroberern im 16. Jahrhundert nach Europa. Die Wurzeln gehen noch weiter zurück, schon den Azteken galt die Sonnenblume als Opfergabe für ihren Sonnengott.

Auf den ersten Blick scheint die Sonnenblume eine Blume wie jede andere zu sein, doch die beliebte und farbenfrohe Sommerpflanze hat weit mehr zu bieten. Ihre Samen werden nicht nur vielfach für die Ernährung genutzt, sondern beispielsweise auch als Öl in der Industrie.


Warum sie immer der Sonne folgt
Sonnenblumen sind regelrechte Sonnenanbeterinnen, weil sie ihre jungen Blütenköpfe zur Sonne hin ausrichten, vom Osten am Morgen bis zum Westen am Abend. In der Nacht drehen sie sich auf Position Ost zurück. Diese Fähigkeit, in Wachstum und Bewegung der Sonne zu folgen, nennen Wissenschaftler Heliotropismus.

Verantwortlich dafür sind sogenannte Motorzellen unterhalb der Blüte. Sie dehnen sich auf der Schattenseite stärker aus - die junge Blüte dreht sich somit - und nehmen nachts wieder ihre Originalgröße ein. Im Französischen wird die Sonnenblume aufgrund dieser Fähigkeit deshalb Tournesol genannt, im Italienischen trägt sie den Namen Girasole - auf Deutsch: die sich zur Sonne dreht.

Warum Sie bei Köchen, Knabberfans und Industrie beliebt ist

Die langen, gelben Zungenblüten am Rand der Sonnenblume dienen vor allem dazu, Insekten anzulocken. Die kleinen braunen Röhrenblüten in der Mitte bilden nach der Befruchtung die Samen aus, die man im September ernten und im nächsten Frühjahr wieder aussäen kann.

Immer mehr Menschen nutzen die Kerne in der schwarzen Schale mit den weißen Sprenkeln auch zum Knabbern, als Zugabe zu Müsli oder Broten, weil sie wertvolle Eiweiße und Vitamine enthalten.

Aus den Sonnenblumenkernen wird auch das für den menschlichen Körper wertvolle Sonnenblumenöl hergestellt. Es zeichnet sich durch den hohen Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren aus, die der menschliche Körper dringend benötigt, aber nicht selber herstellen kann. In vielen Haushalten und Küchen gehört Sonnenblumenöl deshalb längst zur Standardausstattung: Es schmeckt im Salat, eignet sich zum Kochen und wird als Margarine gerne zum Backen verwendet.

Darüber hinaus wird es raffiniert und für technische Zwecke eingesetzt, zum Beispiel in Farben und Kosmetika. Und weil die Sonnenblume die Fähigkeit besitzt, der Erde Schadstoffe zu entziehen, wird sie auch zur Entgiftung von Böden angepflanzt.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
Quelle: Daheim in Deutschland Ausgabe August/September 2011

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