Donnerstag, 19. Juli 2018
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Wintersymbol aus den Tropen

Mexiko - die Heimat des Weihnachtssterns

WeihnachtssterinEs ist, wenn man es einmal recht bedenkt, ein etwas trauriges Schicksal, dass das kleine Gewächs mit den tiefrot leuchtenden Blättern Jahr für Jahr erwartet: Acht Monate vollständig aus den Gedanken der Menschen verdrängt, erlebt es von November bis Januar seinen gigantischen Auftritt, nur um dann wieder in Vergessenheit zu geraten.

Dabei hat dieses Symbol der Winter- und Weihnachtszeit seinen Ursprung in den tropischen Laubwäldern Mexikos.


Kaum eine andere Pflanze berührt in derart kurzer Zeit die Emotionen seiner Käufer so sehr wie der Weihnachtsstern. Sobald die Adventszeit beginnt, der Duft von Zimt, Marzipan und Bratapfel in der Luft liegt und Ruhe und Besinnlichkeit in die Häuser einziehen, ist er ein fester Bestandteil jeder weihnachtlichen Dekoration. Ja, vielleicht ist er es sogar, der erst die wahre Stimmung von Gemütlichkeit und Geborgenheit in die Wohnzimmer zaubert, denn dieser Pflanzenstern ist Symbol der Winter- und Weihnachtszeit.

Umso mehr erstaunt es uns, dass diese Pflanze ihren Ursprung in den tropischen Laubwäldern Mexikos hat. Die Azteken nannten sie "Cuetlaxochitl", heute ist sie in Mexiko, Mittel- und Südamerika als "Flor de Nochebuena" (Blume der Heiligen Nacht - die Red.) bekannt. Erstmals wurde das wild wachsend bis zu vier Meter hohe Strauchgewächs im 17. Jahrhundert in Taxco für Weihnachtsfeste genutzt. Eine Gruppe Franziskaner Mönche pflückte die Zweige, um damit ihre Gedenkprozession zu schmücken. Während der Kolonialzeit begannen die Mexikaner aus den sternförmigen roten Blättern Kränze zu binden, die ihre Kirchen zum Fest von Christi Geburt zierten.

Dass der Weihnachtsstern bis in die USA und nach Europa gelangte, verdanken wir Joel Robert Poinsett, von 1825 bis 1829 amerikanischer Botschafter in Mexiko. Auf einer Reise nach Taxco entdeckte er die reizvolle Blume und war von ihrer exotischen Schönheit so fasziniert, dass er einige Exemplare mitnahm und sie in seine Heimat nach Greenville, South Carolina, brachte. Von dort aus schickte Poinsett "La Nochebuena" an Freunde in den USA und Europa. So begann die große Reise einer kleinen Pflanze, die die Menschen auf der ganzen Welt bis heute in Weihnachtsstimmung versetzen.

So pflegt man die genügsamen Weihnachtssterne

An ihrem Heimatort blühen Weihnachtssterne fast das ganze Jahr über, bei uns werden sie aber so gezüchtet, dass sie um die Weihnachtszeit zur Blüte kommen. Sie benötigen nur dezente Wassergaben und die Erde sollte wirklich nur leicht feucht sein. Sehr gut funktioniert die Tauchmethode, bei der der Wurzelballen so lange ins Wasser getaucht wird, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Danach lässt man das Wasser einige Minuten ablaufen, bevor die Pflanze zurück in den Übertopf gestellt wird.

Ein heller, gerne auch sonniger Standort ist für den Weihnachtsstern ideal. Allerdings wird sogar Halbschatten toleriert, wenn die Temperatur nicht zu hoch ist.




- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de
- Quellen: visitmexico.com / BBH

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