Mittwoch, 23. Juli 2014
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Duftpflanzen für Haus und Garten

Verführerisch, heilend und giftig: Das Maiglöckchen

Maiglöckchen sind Duftstoff-Lieferanten für die Parfumherstellung, aber auch bedeutende Arzneipflanzen Ein allseits bekannter Frühjahrsblüher ist das zierliche Maiglöckchen. Von Anfang Mai bis in den späten Juni bildet diese Pflanze ihre charakteristischen glockenförmigen Blüten aus. Der von den Blüten ausgehende süßliche Duft ist meist so intensiv, dass man ihn schon aus weiter Entfernung wahrnimmt. Doch außer dem verführerischen Duft hat das Maiglöckchen noch andere nennenswerte Eigenschaften.

Duftpflanze und Arzneipflanze

Aufgrund der großen Beliebtheit seines Dufts wird das ätherische Blütenöl des Maiglöckchens schon seit Jahrhunderten für die Parfümherstellung verwendet. Jedoch ist Convallaria majalis - so der lateinische Name des Maiglöckchens - keineswegs nur eine Duftpflanze. Auch als Arzneipflanze kommt dem Gewächs eine große Bedeutung zu. Die in der Pflanze enthaltenen Glykoside wirken wie die des Roten Fingerhuts gegen Herzkrankheiten.

Maiglöckchen als Gartenstauden

Das bei uns einheimische Maiglöckchen kommt natürlicherweise in lichten Laubwäldern vor und bildet dort häufig dichte Bestände aus. Die bis zu 20 Zentimeter hoch werdende, winterharte Staude kann man aber auch gut im Garten kultivieren. Am besten gedeiht das Maiglöckchen im Halbschatten unter Bäumen. Es kann einige Jahre dauern, bis sich ein in den Garten gepflanztes Maiglöckchen vermehrt. Fühlt es sich dort jedoch wohl, kann es sich dank unterirdischer Überdauerungsorgane (Rhizome) sehr rasch ausbreiten. Einmal im Garten etabliert, treibt das Maiglöckchen dann jedes Jahr wieder aus, um uns im Frühling mit seinem Duft zu erfreuen.

Neben den bekannten, weiß blühenden Arten gibt es solche mit rosa Blüten (Convallaria majalis "rosea"). Darüber hinaus unterscheiden sich die Arten in der Blattfärbung. So hat Convallaria majalis "Variegata" weiß-gestreifte, Convallaria majalis "Lineata" gelb-gestreifte Blätter.

Eine giftige Schönheit

Doch so schön und wohlriechend das Maiglöckchen auch ist: In Gärten, in denen sich auch kleine Kinder aufhalten, ist es nicht zu empfehlen. Alle Pflanzenteile, vor allem aber die im Juli oder August gebildeten roten Beeren enthalten giftige Glykoside, die bei Verschlucken schwere Vergiftungserscheinungen auslösen können. Häufig kommt es auch zu Verwechslungen zwischen dem genießbaren Bärlauch und dem giftigen Maiglöckchen. Ohne Blüte sehen sich diese zum Verwechseln ähnlich.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus - 
- Quelle: aid




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