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Montag, 21. Mai 2012
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A und O ist das Wohnumfeld

Generation 50plus: Wünsche zum Wohnen im Alter

Attraktiver Eingangsbereich in EinfamilienhausDie Deutschen wollen ihren Lebensabend aktiv und unabhängig gestalten. Sie möchten am liebsten so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben und bevorzugen Wohnformen, die das ermöglichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Anfang 2011 vom TÜV Rheinland durchgeführte, repräsentative Befragung von Bürgern im Alter von 50 bis 65 Jahren.

Die Umfrage zeigt auch, worauf die angehenden Senioren dabei besonderen Wert legen.

Seniorengerechte Wohnung statt Altersheim

Demnach spielt in den Planungen für die späteren Lebensjahre das klassische Altersheim mit Rundum-Versorgung keine Rolle mehr. 66 Prozent der Befragten möchten ihren Lebensabend in der derzeitigen Wohnung verbringen und 24 Prozent interessieren sich für den Umzug in eine seniorengerechte Wohnung. "Dabei sind mit steigendem Einkommen die Vorlieben für seniorengerechte Wohnangebote deutlich stärker ausgeprägt", fasst Pascal Klein, Experte für Bau und Immobilien bei TÜV Rheinland, die Umfrage-Ergebnisse zusammen.

Wohnumfeld wichtig für Lebensqualität im Alter

Eine herausragende Bedeutung hat in den Lebensplanungen der Generation 50plus die Nahversorgung: Für 40 Prozent ist die gute Erreichbarkeit von Ärzten, Geschäften und kulturellen Angeboten wichtig, für weitere 50 Prozent sogar sehr wichtig. "Der Wunsch nach einer aktiven Gestaltung des Lebensabends beeinflusst immer mehr auch die Anforderungen an die eigene Wohnung", so Pascal Klein.

Im Seniorenalter gefragt: Wohnkomfort und Service

Im Rahmen der Studie, die bundesweit mit 1.000 Teilnehmern stattfand, wurde auch nach Kriterien wie Komfort, Sicherheit und Nachhaltigkeit gefragt. Dabei war der Aspekt einer komfortablen Wohnung für 62 Prozent der über 50-Jährigen von Bedeutung. Allerdings legten die Befragten noch mehr Wert auf Kriterien wie Sicherheit, optional buchbare Service-Leistungen sowie auf die Barrierefreiheit der Wohnung. "Bemerkenswert ist, dass einer energieeffizienten und nachhaltigen Bauweise eine vergleichsweise hohe Bedeutung beigemessen wird", sagt Klein. Insgesamt 78 Prozent der Teilnehmer bewerteten diesen Aspekt mit "wichtig" beziehungsweise "sehr wichtig".

Ein weiteres Ergebnis: Nur acht Prozent der Befragten wollen sich gar nicht mit der Problematik des Wohnens im Alter auseinander setzen. Dahingegen sieht schon mehr als jeder Fünfte das Thema als relevant an und will sich in den nächsten 5 bis 10 Jahren mit seniorengerechten Wohnformen befassen.

"Eine steigende Nachfrage nach spezifischen Wohnangeboten wird uns auch aus der Bauwirtschaft gemeldet", berichtet Klein. "Hier erkennen viele Unternehmen die Vorteile einer langfristigen, im Idealfall lebenslangen Mieterbindung. Aber auch Erwerber von Eigentumswohnungen denken mittlerweile langfristig und berücksichtigen bei ihren Planungen, ob die Wohnung auch für das Leben im Alter geeignet ist."


- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de  - // Quelle: TÜV Rheinland

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