Samstag, 22. September 2018
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Günstiger durch die Heizsaison

Richtiges Heizverhalten spart Geld ohne Komfortverlust

HeizkörperIn vielen deutschen Haushalten wird im Herbst und Winter nicht richtig geheizt. Und das, obwohl rund zwei Drittel der Energiekosten allein auf die Heizung entfallen. Dabei lässt sich mit einem vernünftigen Heizverhalten viel Energie sparen. Man reduziert dadurch die Heizkosten, ohne auf den alltäglichen Wohnkomfort verzichten zu müssen.

Zu den ganz einfachen Maßnahmen gehören zum Beispiel individuell eingestellte Raumtemperaturen, entlüftete Heizkörper und richtiges Lüften.

Raumtemperatur - Jedes Grad zählt

Bei den Heizkosten zählt jedes Grad. "Eine Absenkung um ein Grad Celsius spart rund sechs Prozent Heizenergie", rechnet Bauingenieur Gerhard Freier von der Ingenieurkammer Baden-Württemberg vor. "Reduzieren Hausbewohner die Raumtemperaturen etwa von 24 auf 20 Grad, sinken die Heizkosten um 20 bis 25 Prozent."

Generell gilt: Die Raumtemperatur sollte immer der Nutzung angepasst werden. Übliche Temperaturen für bewohnte Räume und Kinderzimmer sind 20 Grad, im Bad können es auch 22 Grad sein. Für Schlafzimmer und Nebenräume reichen 16 Grad. Nachts kann die Temperatur in allen Räumen auf 16 Grad abgesenkt werden. Diese Temperatur sollte nicht weiter unterschritten werden, um Kondensation von Luftfeuchtigkeit an kalten Oberflächen und damit Schimmelpilzbildung zu vermeiden.

Heizkörper entlüften

Wenn die Heizkörper gluckern, ist die Entlüftung der Heizkörper notwendig. Mit einem Entlüfterschlüssel können die Bewohner die Luft entweichen lassen. "Vor dem Entlüften sollte die Heizungspumpe abgeschaltet werden, damit die Flüssigkeit im Heizkreislauf zum Stillstand kommt", rät Gerhard Freier. Ob Wasser im Heizkreislauf nachgefüllt werden muss, zeigt die Wasserstandsanzeige am Heizkessel. Das ist wichtig, denn nur ein richtiger Betriebsdruck sorgt für die gleichmäßige Wärmeverteilung.

Wärmestaus an der Heizung vermeiden

Ein Wärmestau an den Heizkörpern sollte unbedingt vermieden werden. „Möbel und Verkleidungen in der Nähe verhindern, dass sich die Wärme im Raum ausbreitet“, erklärt Freier. "Reichen Vorhänge über die Heizkörper, wird ein Großteil der Wärme sogar direkt wieder über die Fenster nach außen geleitet." Ein Abstand von 20 Zentimetern zwischen Heizkörper und Möblierung reicht meist aus.

Richtig Lüften

Auch Lüften mit Köpfchen lohnt sich. Gut ist Stoß- oder Querlüften mit weit geöffneten Fenstern. Die warme und feuchte Raumluft wird rasch gegen kühlere und trockenere Außenluft ausgetauscht, die in Wänden und Decke gespeicherte Wärme bleibt jedoch im Raum. Mehrmals täglich für einige Minuten Stoßlüften reicht aus. Die Thermostatventile sollten rechtzeitig vorher ausgeschaltet werden, so dass die Restwärme der Heizkörper noch genutzt werden kann. Äußerst uneffizient ist das Dauerkippen der Fenster. Der Wärmeverlust ist deutlich höher, zudem vergrößert sich das Schimmelrisiko an der Fensterlaibung.

Alte Heizungsanlage erneuern

Fachleute sollten außerdem regelmäßig die Heizungsanlagen prüfen - am besten vor der Heizsaison. Bei einer veralteten Heizung geben Energieberater gute Erneuerungsvorschläge. Das erspart weiteren unnötigen Energieverlust. "Gebäudeenergieberater können hier weiterhelfen", sagt Claudia Rist vom Landesprogramm 'Zukunft Altbau' des Umweltministeriums Baden-Württemberg. "Sie beraten umfassend zu allen Fragen der Gebäudetechnik, Dämmung und Finanzierung."

Kostenlose Beratung beim Landesprogramm 'Zukunft Altbau'

Tipps zum Thema bekommen Wohnungs- und Hausbesitzer bei 'Zukunft Altbau' gebührenfrei unter der Telefonnummer 08000-123333 oder im Internet unter www.zukunftaltbau.de. Insbesondere informiert das Landesprogramm unabhängig über den Nutzen energieeffizienter Altbaumodernisierung und über Fördermöglichkeiten.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: Solar-Consulting

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