Kostenloser Ratgeber für Senioren
Sicher leben - Sturzunfälle im Haushalt vermeiden
Im Jahr 2009 gab es der Bundesrepublik 7.030 Todesfälle durch einen Unfall im Haushalt. Fast 75 Prozent betrafen Senioren, die zu Hause gestürzt und an den Folgen des Sturzes gestorben waren. Insgesamt sind dies rund 165 Tote mehr als im Jahr 2008 - Tendenz weiter steigend.
Die Zahl der Verletzten und Schwerverletzten durch Haushaltsunfälle lässt sich nur schätzen, geht aber in die Hunderttausende. Der Haushalt ist damit unverändert der riskanteste Lebensbereich, riskanter als der Straßenverkehr mit "nur" 4.663 tödlichen Unfällen im Jahr 2009.
Wie Senioren einen Sturzunfall vermeiden können, beschreiben die Aktion Das Sichere Haus und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungs-
wirtschaft in der gemeinsam herausgegebenen, kostenlosen Broschüre "Sicher leben auch im Alter. Sturzunfälle sind vermeidbar".
Senioren besonders gefährdet
Vor allem für Senioren sind die eigenen vier Wände riskant. Rund 5.100 über 65-Jährige sind 2009 an den Folgen eines häuslichen Sturzes gestorben. Die Gründe dafür sind vielfältig. Nachlassende Sehstärke und Muskelkraft zählen dazu, aber auch Fehl- und Mangelernährung, die Einnahme von Schlaf- und Beruhigungsmitteln sowie nachlassende körperliche Aktivität. Die Aktion Das Sichere Haus schätzt, dass hierzulande mehr als vier Millionen Senioren einmal pro Jahr stürzen. Mehr als 100.000 Ältere erleiden jährlich einen Oberschenkelhalsbruch als Folge eines Sturzes.
Risiken und Sturzprävention in Wohnung oder Haus
Stolperfallen im und am Haus erhöhen die Sturzgefahr. Da die Wohnung für die überwiegende Zahl der Senioren der Lebensmittelpunkt ist, können hier kleine Veränderungen schon viel bewirken: Dazu zählen gute eine Beleuchtung mit bequem zu erreichenden Lichtschaltern im Flur und im Treppenhaus oder die Installation zusätzlicher Haltegriffe in der Dusche und an der Badewanne. Auch die Investition in flache Hausschuhe mit gutem Profil kann sich auszahlen.
In dem 32-seitigen Ratgeber geht es außerdem um Stolperfallen wie hoch stehende Teppichkanten, lose Badezimmermatten, lange Telefonkabel und um riskante Steighilfen wie Bierkästen, Telefonbücher doer Sofalehnen anstelle einer sicheren Haushaltsleiter. Neben vielen Ratschlägen findet der Leser in der Broschüre auch Literaturangaben und Adressen für die Wohnraumanpassung und selbstbestimmtes Wohnen im Alter.
Gesundheitliche Ursachen
Da viele Sturzunfälle von Senioren nur bedingt äußere Ursachen haben, geht der Ratgeber auch auf weitere Aspekte ein wie gesunde Ernährung, Osteoporose oder sportliche Bewegung für Senioren, um zum Beispiel Kraft und Reaktionsvermögen zu stärken. Ein eigener Abschnitt richtet sich an die steigende Zahl pflegender Angehöriger. Ob Hautschutz, rückenschonendes Heben und Tragen, der manchmal nötige "gesunde" Egoismus oder die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung, alle Informationen dazu sind kompakt und praxisnah zusammengestellt.
Bezugsquellen für den kostenlosen Ratgeber
Die kostenlose, aktualisierte Neuauflage der Broschüre "Sicher leben auch im Alter - Sturzunfälle sind vermeidbar" können Interessierte auf der Internetseite der Aktion Das Sichere Haus bestellen oder dort direkt als PDF lesen, ausdrucken oderauf auf den eigenen Computer speichern.
Hier geht es direkt zur betreffenden Internetseite der Aktion Das Sichere Haus
weitere Bezugsadressen
per Post:
Aktion Das Sichere Haus (DSH)
Holsteinischer Kamp 62
22081 Hamburg
per Telefon:
040 / 29 81 04 - 61
per E-Mail:
bestellung[at]das-sichere-haus.de
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